RED ALERT: Priester trainieren das Bringen des täglichen Opfers für den Dritten Tempel

Priester des Tempelinstituts trainieren das Tamid-Opfer ohne das Lamm zu töten (Kunstblut)

Mit der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 hörten in Israel die Opfer für eine lange Zeit auf. Erst als der moderne Staat das bedeutsame Alter von 70 Jahren erreichte, fingen sie zu Chanukka 2018 wieder an, als der Brandopferaltar für den Dritten Tempel geweiht wurde. Etwa 9 Monate später im September 2019 übte das Tempelinstitut das Opfern der roten Kuh, um das Wissen über dieses Opfer wiederherzustellen. Ganz anders war das Opfer, das im gleichen Monat folgte, als man der Überzeugung war, man müsse den Bund den Gott mit Noach geschlossen hatte, wiederherstellen. Das höchste Ziel ist jedoch das Bringen des Opfers zu Pessach auf dem Tempelberg. Auch wenn dieses noch nicht gelungen ist, so wurden doch in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Bereits 2019 wurde das Bringen des Opfers kurz vor Pessach mit Blick auf den Tempelberg geübt. Dieses Jahr fanden die Vorbereitungen erstmals mit dem Wohlwollen der israelischen Polizei statt. Auch Opfer ohne Tiere wurden inzwischen wiederhergestellt, wie das Opfer der Erstlinge im letzten Jahr oder das Opfer zu Schavuot in Schomron (Samaria) in diesem Jahr. Ebenso ist das Brennholz bereit. Bereits vor über einem Jahr wurde bekannt, dass der Sanhedrin (Hohe Rat) an der Wiedereinsetzung des täglichen Opfers arbeitet. Dieses wurde 2-mal täglich gebracht während die Tempel auf dem Tempelberg standen. Gestern wurde anlässlich des 17. Tammuz zum ersten Mal das tägliche Opfer öffentlich geübt.

Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels am 9. Av im Jahr 70 gelang es den Römern vorher die Mauern Jeruschalajims am 17. Tammuz zu durchbrechen. Aus diesem Grund fasten die Juden weltweit. Trotz dieses Fastens und der Hitze versammelte sich gestern eine Gruppe von knapp 50 Personen in Mitzpe Jericho, um bei dem Probelauf für das Korban Tamid (zweimal tägliche Opfer im Tempel) dabei zu sein.

Am 17. Tammuz soll Mosche nach der jüdischen Tradition die Steintafeln mit den 10 Geboten zerstört haben, als er vom Berg Sinai herabstieg und das Goldene Kalb erblickte.

Das Fasten in Monat Tammuz, dem vierten Monat des hebräischen Kalenders, wird vom Propheten Secharja erwähnt, der voraussagt, dass es in der messianischen Ära von einem Tag der Entsagung in einen Tag der Feierlichkeiten übergehen wird:

“So spricht Adonai der Heerscharen: Das Fasten des vierten und das Fasten des fünften und das Fasten des siebten und das Fasten des zehnten Monats wird dem Haus Jehuda zum Jubel und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch die Wahrheit und den Frieden liebt!” (Secharja 8,19).

Nicht nur der 9. Av ist ein Tag, an dem Tragödien das jüdische Volk trafen. Mehrere Tragödien trafen das jüdische Volk auch am 17. Tammuz, aber eine, die besonders hervorsticht, war die Beendigung des Korban Tamid während der 3-jährigen Zeit, vor der Zerstörung Jeruschalajims als der babylonische König Nebukadnezar diese belagerte. Das ist der Grund, warum von den Tempelbewegungen dieser gestrige Tag für die Nachstellung des Korban Tamid-Gottesdienstes in Mitzpeh Yericho ausgewählt wurde. Für solche Ereignisse wurde dort ein Altar in Originalgröße aufgebaut. Zusätzlich dazu wurde ein Holzmodell des goldenen Räucheraltars aufgestellt. Die Veranstaltung fand kurz vor Sonnenuntergang am späten Nachmittag statt, denn dies ist die Zeit in der das abendliche tägliche Opfer gebracht wurde.

Rabbi Baruch Kahane, der zum Kohen Gadol (Hohepriester) gewählt wurde, dient bei vielen Übungen für den zukünftigen Tempeldienst. Er  bestand allerdings darauf, dass eine vollständige Ausführung inklusive der Schlachtung des Lamms und der Anordnung seiner Teile nur dann stattfinden würde, wenn die Mindestteilnehmerzahl von 15 Priestern anwesend sein würde. Da weniger als 15 Priester an der Veranstaltung teilnahmen, war Rabbi Kahane nicht anwesend und auch das Lamm wurde nicht geschlachtet, sondern die Opferung nur angedeutet.

Nur auf dem Tempelberg ist es Juden erlaubt echte Opfer zu bringen, weil König David dort den Altar errichtete. Die Rituale dürfen nur von Kohanim (Priestern), also den männlichen Nachkommen des ersten Hohepriesters Aaron, durchgeführt werden. Obwohl ganz Israel noch als rituell unrein gilt, weil die rote Kuh noch nicht geopfert wurde, können zeitgebundene öffentliche Opfer wie das Korban Tamid trotzdem nach Entscheidung der Gelehrten gebracht werden. Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen und alle notwendigen Utensilien für den Tempeldienst im Dritten Tempel sind einsatzbereit. Es fehlt nur noch die Zustimmung der israelischen Regierung, damit wieder Opfer und andere Elemente des Tempeldienstes auf dem Tempelberg stattfinden können. 

Der Leiter des Mikdash Educational Center Rabbi Mordechai Persoff half bei der Organisation der gestrigen Veranstaltung. Er erklärte, dass ein כבש (keves, Lamm) weniger als ein Jahr alt sein muss und, wie das hebräische Wort andeutet, männlich ist. Rabbi Persoff bemerkte auch, dass nur ein makelloses Lamm als Opfer verwendet werden kann und dass das anwesende Lamm durch die von der Regierung vorgeschriebene Identifizierungs-Ohrmarke für die Verwendung als tatsächliches Opfer disqualifiziert sei.

“Wenn ein Mensch sündigt, zieht ihn seine animalische Seele”, sagte Rabbi Persoff. “Wenn ein Jude ein Sündopfer bringt, legt er seine Hände auf den Kopf des Tieres und drückt es nieder. Durch die Opfer erkennen wir unsere tierische Natur an. Aber wir demonstrieren auch unsere Absicht, diese tierische Natur zu überwinden, um zu zeigen, dass wir dafür verantwortlich sind, unser ganzes Selbst dem Dienst Gottes zu widmen.”

Der Rabbi betonte, dass das Opfer von den Priestern in einem nur für sie zugänglichen Bereich des Tempels dargebracht worden sei, jedoch müssten Vertreter der Stämme anwesend sein. Nach den Ausführungen von Persoff wurde das Opfern des Lamms mit einem stumpfen Messer simuliert, dem Tier wurde dabei kein Schaden zugefügt. Ein spezielles Gefäß zum Auffangen des Blutes wurde vorher mit farbigem Wasser gefüllt und der Altar entsprechend damit besprenkelt. 

Der anwesende Reporter Josh Wander war von der Beteiligung beeindruckt. Er sagte: “An einem Fastentag sind etwa 49 Leute gekommen und haben sich in die Hitze gestellt, um mitzumachen”.

Er wies auch darauf hin, dass während der insgesamt 830 Jahre, in denen die beiden Tempel standen, das Ritual des täglichen Opfers nur zweimal unterbrochen wurde, als die Tempel zerstört wurden. “Es gibt eine Überlieferung von Rabbi Elijah ben Solomon Zalman (einem Thora-Gelehrten aus dem 18. Jahrhundert, bekannt als der Wilnaer Gaon), dass der Tempelgottesdienst nach dem dritten Neustart nie wieder unterbrochen wird”, ergänzte Wander.

Der ehemalige Sprecher des Sanhedrin Rabbi Hillel Weiss, der seit vielen Jahren an diesen Trainings für den Tempeldienst beteiligt ist, sagte: “Jede Nachstellung kommt näher und lehrt uns mehr von dem, was wir wissen müssen, um den Dienst für immer zurückzubringen”. Je weiter die Wiederherstellung voranschreitet, desto schwieriger wird es. Rabbi Weiss ergänzte: “Aber jede Nachstellung wird noch schwieriger und wirft beispiellose Hindernisse auf.” Er wies auch darauf hin, dass während der Coronakrise die jährliche Nachstellung des Pessach-Opfers, also der Höhepunkt des Jahres, 2-mal abgesagt werden musste.

“Seitdem mehr Menschen die Veranstaltungen unterstützen, erzeugen sie politischen und spirituellen Widerstand“, sagte Rabbi Weiss. “Technisch gesehen könnten wir sofort auf den Tempelberg gehen und den Gottesdienst beginnen. Alle notwendigen Elemente stehen bereit. Wir bereiten für jedes Element mehrere Optionen vor, um dies zu ermöglichen. Aber es ist nicht unsere Absicht, ein provokatives politisches Statement abzugeben. Der Tempel ist die Quelle des Friedens, nicht des Konflikts. Unsere einzige Absicht ist es, das prophezeite Gebetshaus für alle Nationen zu verwirklichen.”

 

Hintergründe: Der 9. Av ist nicht ohne Grund der traurigste Tag im jüdischen Jahr. Viele schlimme Ereignisse trafen das Volk an diesem Tag. Nicht nur die beiden Tempel wurden zerstört. Im Jahr 135 schlugen die Römer am 9. Av den Bar-Kochba-Aufstand nieder und töteten dessen Anführer, der von Vielen als Messias gesehen wurde.

Im Mittelalter wurden die Juden am 9. Av im Jahr 1290 aus England vertrieben und 1492 aus Spanien. Ebenfalls im Mittelalter wurden die blühenden jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz am 9. Av vernichtet.

In der modernen Zeit begann der Erste Weltkrieg am 9. Av. Im Zweiten Weltkrieg geschah die Umsetzung der Endlösung der Judenfrage über den 9. Av im Jahr 1941 hinweg. Und ein Jahr später begannen die Massendeportationen aus dem Warschauer Ghetto am 9. Av.

Es gibt Stimmen, die davon ausgehen, dass auch der Antimessias sich am 9. Av der Welt präsentieren wird. Dabei geht man davon aus, dass es dieses Jahr geschehen würde, weißt aber darauf hin, dass der jüdische Kalender in diesem Jahr um einen Monat zu früh sei, weil nicht der neue Mond nach der Tagundnachtgleiche abgewartet wurde, um den Monat Nissan zu beginnen. Der Schaltmonat Adar Bet hätte nach dieser Kalkulation eingefügt werden müssen.

 

Kommentar: Mit all dem was geschieht und was ich berichtet habe, seit dem die “Change”-Regierung vereidigt wurde, können wir sehen, dass es so “langsam” echt ernst wird. Ob der Antimessias am 9. Av (17./18. August nach der Kalkulation) wirklich auftritt kann ich nicht sagen, sicher ist aber, dass er erst nach der Entrückung auftreten kann. Der 9. Av würde jedoch sehr zum zirkulären hebräischen Denken passen, wenn ich mir anschaue, was an diesem Tag sonst noch alles passiert ist. Welcher Tag wäre aus jüdischer Sicht wohl “besser” geeignet? Jedenfalls sehen wir jetzt, dass man mit dem täglichen Opfer ernst macht und wir wissen, dass dieses in der Mitte der Trübsal vom falschen Messias wieder abgeschafft werden wird, wenn er sich in den Dritten Tempel setzt und vorgibt, dass er Gott sei.

Deshalb berichte ich euch darüber. Das tägliche Opfer ist mit Sicherheit ein prophetischer Marker, den wir nicht ignorieren sollten! Was bedeutet dies alles nun? Ich denke wir sollten mit der sehr nahen Ankunft des echten Messias Jeschua rechnen. Ich sehe eine Konvergenz der verschiedenen Zeichen, die sich gerade jetzt mit großem Tempo massiv aufeinander zu bewegen.

Mir ist es hier nochmal wichtig, euch zu sagen, dass ich nicht Werbung für den Dritten Tempel mache. Ich mache “Werbung” für Jeschua, der sehr bald wiederkommen wird und der Dritte Tempel ist dafür der wichtigste prophetische Marker. Mir ist es ein Anliegen diejenigen von euch, die bereits mit Jeschua leben, gerade in dieser schlimmen Zeit zu ermutigen und diejenigen von euch zu warnen, die Jeschua noch nicht als Retter angenommen haben. Immer mehr Geschwister erkennen inzwischen, dass wir ganz kurz vor dem Kommen Jeschuas sind und weisen darauf hin.

Es wird Zeit für dich, die Entscheidung für Jeschua zu treffen, falls du es noch nicht getan hast!

 

Quelle: israel365news.com

2 Gedanken zu „RED ALERT: Priester trainieren das Bringen des täglichen Opfers für den Dritten Tempel

  • 29/06/2021 um 12:57
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    Hallo Henry, schon so oft schaue ich diese Seite an und frage zuerst mal: Warst du der “Jesaja…” bei Israel Heute? Ich schätze diese Seite hier sehr.

    Würde mich sehr interessieren…. bitte gib mir in nächster Zeit mal Antwort.
    Viele Grüsse
    Fridl

    Antwort
    • 30/06/2021 um 14:57
      Permalink

      Hallo Fridl,

      es freut mich, dass dir meine Seite gefällt. Der “Jesaja…” bei Israel Heute bin ich nicht.

      LG und Gott segne dich,
      Henry

      Antwort

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