“Dennoch vergessen wir nicht, dass Krisen auch Chancen sind: Sie sind eine Chance, Fehler der Vergangenheit zu erkennen und aus ihnen zu lernen.”

Das Vorwort zum E-Book wurde am Start der COP26, dem 31. Oktober, von Vatican News veröffentlicht und erscheint in einem gedruckten Band der Libreria Editrice Vaticana in Verbindung mit der UN-Klimakonferenz, die derzeit in Glasgow, Schottland, stattfindet.

Ab dem 12. November, dem Tag an dem die Klimakonferenz endet, wird das E-Book auf der Website des Vatikanischen Dikasteriums für ganzheitliche menschliche Entwicklung zum kostenlosen Download bereit stehen.

Im Vorwort ist auch eine einleitende Botschaft von UN-Generalsekretär António Guterres enthalten, der selbst Katholik ist und schreibt: “Dies ist ein Moment der Wahrheit. Wenn wir an den alten Wegen der Ungleichheit, Ungerechtigkeit, des Hasses und der achtlosen Herrschaft über die Erde festhalten, stehen wir vor einer Katastrophe. So wie wir einen Waffenstillstand auf traditionellen Schlachtfeldern brauchen, müssen wir unseren Krieg gegen die Natur beenden…”

Er fügte hinzu: “Der Frieden mit der Natur muss eine Priorität für das 21. Jahrhundert sein. Die Erholung von der Pandemie bietet eine Chance, sich aus dem Abgrund zurückzuziehen.”

Franziskus schreibt im Vorwort des E-Books auch, dass es “einen passenden Abschluss” für das Jubiläumsjahr von Laudato si’ darstelle, welches am 24. Mai zu Ende ging. Der Papst sei erfreut über die “positive Wirkung” der Enzyklika innerhalb der katholischen Kirche, anderer christlicher Gemeinschaften und religiöser Gruppen.

“Die gegenwärtige Krise sollte uns dazu bringen, ‘das, was mit der Welt passiert, in unser eigenes persönliches Leiden umzuwandeln und so zu entdecken, was jeder von uns dagegen tun kann'”, schrieb er und zitierte dabei seine Enzyklika. “Sie sind auch eine Zeit für uns, den Gang zu wechseln, schlechte Gewohnheiten zu ändern, um gemeinsam zu träumen, gemeinsam zu erschaffen und zu handeln, um eine gerechte und faire Zukunft zu verwirklichen.”

“Es ist an der Zeit, eine neue Form universeller Solidarität zu entwickeln, die auf Brüderlichkeit, Liebe und gegenseitigem Verständnis gründet: eine, die den Menschen über den Profit stellt, eine, die neue Wege sucht, um Entwicklung und Fortschritt zu verstehen. Daher ist es meine Hoffnung und mein Gebet, dass wir aus dieser Krise nicht so herauskommen, wie wir in sie hineingekommen sind.”