BREAKING NEWS: Jordanien fürchtet Kontrollverlust über heilige Stätten in Jeruschalajim

Jordanien befürchtet den Verlust der Kontrolle über den Tempelberg

Auch wenn der Tempelberg in Jeruschalajim zu Israel gehört und der jüdische Staat für die Sicherheit zuständig ist, so wird er doch von der jordanischen Waqf, der Tempelbergorganisation, verwaltet. Der lange Zeit als unveränderlich geltende Status quo hat zu kippen begonnen, seit dem lautes tägliches jüdisches Gebet ab Pessach 2019 auf dem Tempelberg zu hören ist. Während jüdische Tempelbergorganisationen die Politik auffordern, den Tempeldienst zu erlauben und an der Wiedereinsetzung des täglichen Opfers arbeiten, forderte Otzma Yehudit Netanjahu auf, die Waqf vom Tempelberg zu entfernen. Diese steht in Verdacht mit der Hamas zusammenzuarbeiten. Auch christliche amerikanische Kongressabgeordnete forderten eine Veränderung des Status quo auf dem Tempelberg. Aber ebenso wird von muslimischer Seite der Ruf nach Veränderung immer größer, nachdem Besucher der Al-Aqsa-Moschee, die aus den Golfstaaten kamen, von ‘Palästinensern’ drangsaliert wurden. Hinzu kommt, dass Israel bereits mit Saudi-Arabien über die Kontrolle über den Tempelbergs verhandelt. Der kürzliche Besuch von Netanjahu in NEOM sorgt nun bei Jordanien für Unruhe.

Dabei stehen Berichte im Vordergrund, die vorgestern von jordanischen und ‘palästinensischen’ Beamten genannt wurden. Sie deuten darauf hin, dass Israel Saudi-Arabien die Kontrolle über die islamischen heiligen Stätten in Jeruschalajim, inklusive Tempelberg, angeboten hat. Das geheime Treffen zwischen Netanjahu und Kronprinz Mohammed bin Salman zusammen mit dem Mossadchef Cohen und US-Außenminister Pompeo hat die jordanischen Befürchtungen verstärkt. Jordanien befürchtet, den Status als Verwalter der heiligen Stätten verlieren können.

1994 verpflichtete sich Israel im Friedensvertrag mit Jordanien, “die derzeitige besondere Rolle des Haschemitischen Königreichs Jordanien in muslimischen heiligen Schreinen in Jerusalem zu respektieren”. Israel sagte auch zu, bei Verhandlungen über den dauerhaften Status der historischen Rolle Jordaniens hohe Priorität einzuräumen. Die Waqf wird von der jordanischen Regierung kontrolliert.

2013 erkannte auch die Palästinensische Autonomiebehörde die Rolle Jordaniens an. Damals kam es zu einem Abkommen zwischen PA-Präsident Mahmoud Abbas und König Abdullah II..

Die Jordanier haben jedoch letzte Woche “Anzeichen” erhalten, dass Israel erwägt, Saudi-Arabien eine Form der Vertretung im Waqf-Ministerium zu gewähren. Unterstützt wird der jüdische Staat dabei von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, die auch den Friedensplan für den Nahen Osten vorlegte.

“Jordanien wird niemandem erlauben, seinen Status als exklusiver Verwalter der heiligen Stätten zu untergraben”, sagte ein jordanischer Diplomat. “Wir erwarten, dass Israel den Friedensvertrag mit Jordanien einhält.” Er warnte davor, dass jeder Versuch, die Rolle Jordaniens zu untergraben, schwerwiegende Auswirkungen auf die Beziehungen des Königreichs zu Israel haben würde.

Aus Ramallah bestätigte ein ‘palästinensischer’ Beamter, dass das Königreich Jordanien besorgt über die Möglichkeit sei, dass Israel “den Status Quo auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee ändern könnte”. Abbas soll laut dem jordanischen Diplomaten betont haben, dass die ‘Palästinenser’ gegen eine Änderung des “legalen und historischen” Status Jordaniens in Jeruschalajim seien. Anfang der Woche traf er sich mit König Abdullah II..

“Israel ist verzweifelt daran interessiert, Beziehungen zu Saudi-Arabien aufzubauen”, erklärte der Diplomat. “Anscheinend hat Netanjahu versucht, die Saudis zu verführen, indem er ihnen irgendeine Form der Kontrolle über die Al-Aqsa-Moschee anbot.”

Vorgestern traf sich der israelische Außenminister Gabi Ashkenazi mit seinem jordanischen Amtskollegen Ayman Safadi, der ihn auf “die Notwendigkeit, alle provokativen Maßnahmen in der Al-Aqsa-Moschee / in Haram Al-Sharif zu stoppen” hinwies. Israel solle “den bestehenden rechtlichen und historischen Status zu respektieren”. Safadi wies auch drauf hin, dass die Verwahrung der heiligen Stätte ausschließlich durch die Haschemiten zu erfolgen hätte. Jordanien “wird weiterhin alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um den bestehenden historischen und rechtlichen Status zu bewahren und die arabische, islamische und christliche Identität Jerusalems und seiner Heiligkeiten zu schützen.”

Zusätzlich sagte der jordanische Minister: “Israel muss alle Maßnahmen einstellen, die die Chancen auf einen gerechten Frieden auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung untergraben, die den unabhängigen palästinensischen Staat mit dem besetzten Jerusalem als Hauptstadt an den 4. Juni 1967 Grenzen verkörpert.” Er forderte die Wiederaufnahme des Friedensprozesses zwischen Israel und den ‘Palästinensern’, mit dem Ziel eine Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen.

 

Unterstützung erhielt der jordanische Diplomat von einem jordanischen Vertreter bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Vor der Abstimmung über 5 pro-‘palästinensische’ und anti-israelische Resolutionen sagte er, dass Israel den Status quo auf dem Tempelberg beibehalten müsse. Israel versuche, “der Al-Aqsa-Moschee und Jerusalem eine vollendete Tatsache aufzuzwingen”, sagte der Vertreter und ergänzte, dass Jeruschalajims “heilige Stätten weiterhin im Mittelpunkt der jordanischen Fürsorge und Vormundschaft stehen werden”. Jordanien werde “eine neue vollendete Tatsache oder die Änderung des historischen oder rechtlichen Status der heiligen Stadt bekämpfen, insbesondere in der Aqsa-Moschee”, sagte der Vertreter des Königreich Jordanien.

Riad Mansour, der Botschafter der Palästinensischen Autonomiebehörde, forderte die internationale Gemeinschaft auf, Israel für seine angeblichen Verstöße gegen das Völkerrecht zur Rechenschaft zu ziehen. Dadurch solle die Möglichkeit einer Zwei-Staaten-Lösung vor 1967 bewahrt bleiben. Teil der Forderung war auch ein Boykott israelischer Siedlungsprodukte und die Anerkennung der ‘palästinensische’ Staatlichkeit durch die westlichen Nationen. 

Israels UN-Botschafter Gilad Erdan äußerte Kritik am Plenum, weil es sich nicht auf Israels Normalisierungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain bezog, die die USA im Abraham Accord vermittelt hatten. Die Diskussion und der Text, über den die Generalversammlung der Vereinten Nationen abstimmen sollte, ging nicht auf den regionalen Frieden ein. “In der diesjährigen Resolution ‘Friedliche Lösung der Palästina-Frage’ wird auf keines dieser Abkommen Bezug genommen. Die Vereinten Nationen ignorieren erneut die bedeutenden und lebensverändernden Ereignisse in der Region”, sagte Erdan. “Was noch schlimmer ist, ist, dass in der diesjährigen Entschließung immer noch die Behauptung enthalten ist, dass der Frieden zwischen Israel und anderen Ländern vom Frieden mit den Palästinensern abhängt”, fügte er hinzu und fragte: “Kann dieses Forum noch mehr von der realen Welt losgelöst sein?”

“Anstatt die Palästinenser zu ermutigen, zu sehen, wie diese Abkommen die Region verändern und als Katalysator für den Frieden mit Israel dienen können, stimmt diese Institution für diese voreingenommenen Resolutionen. Sie ignoriert, was wirklich passiert, und verpasst eine echte Gelegenheit, Verhandlungen in Gang zu setzen “, sagte Erdan.

Positiv zu den Normalisierungsabkommen mit Israel äußerten sich die Vertreter der VAE und Bahrains. Sie bekräftigten aber auch gleichzeitig die Bedeutung der ‘palästinensischen’ Sache.

Eine Resolution fordert, dass Israel sich vom “besetzten syrischen Golan bis zur Linie vom 4. Juni 1967 zurückzieht, um die einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrates umzusetzen” und eine andere forderte Israel auf sich im Osten Jeruschalajims, im Gebiet westlich des Jordans und im Golan aus allen Gebieten auf die Linien vor 1967 zurückzuziehen. Außerdem wurde geäußert, dass die beabsichtigte Souveränitätserklärung über Teile von Jehuda und Schomron (Judäa und Samaria) illegal sei und alle Siedlungsaktivitäten einzustellen seien.

Gegen den jüdischen Staat werden jedes Jahr 20 Resolutionen erlassen, mehr als gegen jedes andere Land. Insgesamt gibt es mehr Resolutionen gegen Israel als gegen alle anderen Staaten der Erde zusammen.

 

Kommentar: Ich denke, dass Jordaniens Befürchtungen nicht unberechtigt sind. Wir sehen seit 2019, dass der Status quo des Tempelbergs angegriffen wird und es ist nur noch eine kurze Frage der Zeit bis Israel so viel Einfluss hat, dass der Dritte Tempel gebaut werden kann.

 

Quellen: jpost.com und jpost.com

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