BREAKING NEWS: Herstellung des einzigartigen roten Farbstoffs für Dritten Tempel beginnt

Orna Hirshberg spricht über ihre Arbeit zur Gewinnung des roten Farbstoffs

Damit der zukünftige Dritte Tempel nach den Anforderungen in der Thora seinen vollständigen Dienst beginnen kann müssen unglaublich viele kleine Details zusammenkommen. Verschiedenste Gruppen und Einzelpersonen sind in Israel dabei, dies vorzubereiten. Einerseits geht es darum, das Wissen um den Tempeldienst zu rekonstruieren und durch praktische Versuche zu bestätigen, andererseits geht es aber auch darum, die erforderliche Menge zu generieren. Die Vorbereitungen laufen seit längerem auf Hochtouren. Ein Meilenstein dabei war die Weihung des Brandopferaltars zu Chanukka 2018. Jedoch auch der erstmalige Gesang der Leviten nach knapp 2000 Jahren ein Jahr später war ein wichtiger Schritt. Seit Februar 2020 steht erstmals koscheres Brennholz bereit. Und kurze Zeit später forderte ein Rabbi die goldene Menora des Zweiten Tempels vom Vatikan zurück. Auch an dem silbernen Halbschekel als Tempelgebühr wird gearbeitet und die Vorbereitung der Schaubrote hat stattgefunden, um diese gemäß den Anforderungen backen zu können, sobald der Dritte Tempel steht. 2020 wurde das Opfer der Erstlinge gebracht, denn auch das vorige Üben der Zeremonien ist wichtig. Priester werden bereits in einer Schule in den Bergen von Jehuda (Judäa) und online ausgebildet, denn für den ganzjährlichen Betrieb braucht es viele qualifizierte Leviten. Dieses Jahr wurde der Tempeldienst zu Schavuot und das Bringen des täglichen Opfers geübt. Neben diesen Beispielen laufen noch viele andere Vorbereitungen, wie die Herstellung des roten Farbstoffs.

Am letzten Sonntag ging eine Frau los, um winzige Insekten zu sammeln. Diese produzieren einmal im Jahr den flammenfarbenen Farbstoff, der im Tempel verwendet wurde. Der Herstellungsprozess ist sehr zeitaufwendig, um eine winzige Menge Farbstoff zu erhalten. Jedoch hat sich Orna Hirshberg, eine Bewohnerin von Itamar in Schomron (Samaria) dieser Aufgabe angenommen, um den Dritten Tempel voranzubringen.

Diejenigen, die am Tempel arbeiten achten genau auf die biblischen Vorgaben, um die Anforderungen der Thora zu erfüllen. תולעת שני (Tola’at Schani) wird in der Regel mit ‘karmesinroter Wolle’ übersetzt, genauer betrachtet bezieht sich dieser Begriff allerdings auf einen Wurm, aus dem der Farbstoff gewonnen wird. Er wird für den Tempelvorhang sowie die Gewänder des Kohen Gadol (Hohepriester) verwendet:

“Die Wohnung aber sollst du aus zehn Zeltdecken machen. Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff sollst du sie machen, mit Cherubim, als Kunststickerarbeit” (Schemot 26,1).

“Und zwar machte man das Efod aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus” (Schemot 39,2).

 

Insgesamt wird Tola’at Schani 25 Mal in der Thora erwähnt, wenn es um die Stiftshütte gehtDer Farbstoff wurde verwendet, um die Wolle für die Wandteppiche der Stiftshütte, die Schärpe der regulären Kohen (Priester) und einige der Kleidungsstücke für den Kohen Gadol zu färben.

Auch der Asche der roten Kuh wird der Farbstoff beigemischt und zur Reinigung von Aussätzigen verwendet:

“Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in den Brand der jungen Kuh werfen” (Bemidbar 19,6).

 

Ein in Tola’at Schani gefärbtes Wollknäuel stellte auch den Höhepunkt des Tempeldienstes an Jom-Kippur, dem großen Versöhnungstag, dar. Dabei wurde das Knäul an die Hörner des Sündenbock gebunden, um die Sünden auf ihn zu übertragen. Anschließend wurde das Knäul wieder entfernt und die Ziege an einen nahegelegenen Felsen gebunden und von einer Klippe geworfen. Weil die Klippe so steil war, wurde die Ziege in Stücke gerissen. Wenn Gott daraufhin die Sünden vergab, färbte sich das Knäul auf übernatürliche Weise weiß. Gleiches galt auch für den roten Faden, der an die Türen des Tempels gebunden war. Darauf bezieht sich die folgende Prophezeiung:

“Kommt denn und lasst uns miteinander rechten!, spricht Adonai. Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden” (Jeschajahu 1,18).

 

Die rabbinische Literatur bezeichnet den Farbstoff als Zehorit, welcher aus dem Körper des Karminwurms (carmine), dem Kermes biblicus gewonnen wird. Diesen Wurm findet man in Israel an den Ästen der Eiche Quercus ithaburensis. Wenn sich im zeitigen Frühjahr die Weibchen mit roten Eiern füllten und erbsenförmig wurden, konnte man die Farbe aus ihnen herauspressen.

Dr. Zohar Amar von der Bar Ilan University behauptete 2002, dass er das in der Bibel erwähnte Insekt verifiziert und sogar etwas Farbstoff extrahiert habe. Nach ihm sei der Farbstoff eher orange als rot. Er sagte: “Wir haben viele historische Quellen überprüft, von denen die wichtigste Josephus ist, der als letzter die Existenz der ‘Schani’ im Tempel beschrieben und dokumentiert hat”.  Er erklärte: “Josephus beschreibt die Farbe als Symbol für Feuer, das Orange ist – im Gegensatz zu dem Rot, für das viele es halten. Unser Produktionsprozess hat auch Orange produziert.”

Orna Hirshberg, die die Gewinnung des Farbstoffs zu ihrer Aufgabe gemacht hat, sagte im Interview:  “Ich arbeite im Grunde allein und sehe dies als meine persönliche Verbindung zum Tempel”. Sie führte weiter aus: “Jeder Mensch hat seine besondere Verbindung, aber der Zweck des Tempels ist es, die gesamte Menschheit zusammenzubringen, um HaSchem (Gott) zu dienen. Die Arbeit selbst soll uns zusammenbringen. Ich konsultiere das Tempelinstitut und die Rabbiner, die die Quellen eingehend studieren. Trotzdem ist es eine Sache, die Theorie des Tempels zu lernen, und eine ganz andere, praktisch zu lernen, wie man ihn erschafft.”

In dieser Jahreszeit macht sich Hirshberg auf die Suche nach den Insekten und kocht diese anschließend zusammen mit den Fäden, die den austretenden Farbstoff aufnehmen. Dieser Prozess ist sehr schwierig und aufwendig, denn die Insekten sind schwer zu erkennen und ergeben nur eine geringe Menge Farbstoff. Trotzdem verkündete Hirshberg optimistisch: “Wir sind gestern ausgegangen und haben alle zusammen fünf Gramm gesammelt, eine winzige Menge”.

“Ich denke, eines Tages werden wir aufwachen und eines Tages wird es plötzlich eine riesige Menge von Insekten geben, die eine große Menge Farbstoff produzieren”, sagte sie. “Das wird ein Zeichen dafür sein, dass der Dritte Tempel gebaut wird.”

Wenn Orna Hirshberg nicht Insekten sammelt oder kocht, bestickt sie Kleidungsstücke für die Kohanim (Priester) und produziert Wolle für die rote Kuh. Zur Inspiration und auch um damit zu Lehren hat sie einen Vorhang für den Dritten Tempel gewebt. Während ihrer Arbeit lernte sie viel über die Herstellung des eigentlichen Vorhangs. Ihre Arbeit stellt sie auf ihrer hebräischen Website vor.

“Ich finanziere das alles selbst”, sagte sie. “Diese Dinge tatsächlich für den Tempel zu erschaffen, wäre zu viel Arbeit und zu viel Geld für eine Person. Aber ich versprach, dass meine Arbeit mit Weben und Sticken geheiligt und nicht für unheilige Gegenstände verwendet wird. Das ist es, was ich tue.”

 

Kommentar: Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, mit welcher Hingabe manche Menschen den von ihnen erkannten Willen Gottes tun wollen. Es ist unglaublich wie viel Zeit und Mühe in die Erschaffung des Dritten Tempels gesteckt wird. Als der Zweite Tempel noch stand war Jom Kippur der einzige Tag im ganzen Jahr, in dem der Hohepriester als einziger ins Allerheiligste durfte. Auch im Talmud ist davon berichtet, wie sich die Wolle von rot auf weiß färbte. Allerdings wird erwähnt, dass dies ab einem bestimmen Zeitpunkt nicht mehr passierte bis etwa 40 Jahre später der Tempel zerstört wurde. Auch wenn der Talmud nicht erklären kann, warum sich sich die Wolle plötzlich nicht mehr verfärbte, so fiel der Zeitpunkt, ab dem dies nicht mehr geschah, mit der Kreuzigung Jeschuas zusammen.

Auch wenn der Dritte Tempel notwendig ist, um die biblische Prophetie zu erfüllen, so wird er dem jüdischen Volk doch nicht die so erhoffte Erlösung bringen, denn das Opfer für die Schuld der Menschheit ist ein für alle Mal gebracht worden. Anhand der Brutalität mit der die Ziege geopfert wurde, bekommen wir einen kleinen Einblick, wie schlimm die Kreuzigung für Jeschua gewesen sein muss. Erst wenn sein Volk ihn als das wahre Opfer und den wahren König erkennt, wird es die erhoffte Erlösung finden. Leider wird es zuvor den Umweg über den falschen Messias nehmen, allerdings gehört dieses zu Gottes Plan und ich vertraue ihm, dass er weiß was er tut.

Obwohl ich auch genügend andere News gehabt hätte, die uns zeigen, was die Stunde geschlagen hat, war es mir heute wichtig über die Fortschritte zum Dritten Tempel zu berichten, weil er für uns, die wir zu Jeschua gehören, in erster Linie ein Zeitmesser ist, der uns anzeigt, wie nahe Jeschua wirklich ist. Das was wir heute sehen, ist genau das, was wir vor der Entrückung erwarten sollten. Menschen wie Orna Hirschberg helfen uns quasi dabei nach Hause zu kommen. Den Bau und die “Genehmigung” werden wir nicht mehr mitbekommen, bevor Jeschua für uns kommt. Es kann jetzt jederzeit soweit sein.

Weil ich möchte, dass du dabei bist, wenn wir diesen großartigen Augenblick erleben, sage ich dir, dass Jeschuas Blut auch für dich geflossen ist, egal was du getan hast oder auch nicht. Jeder von uns braucht seine Vergebung und Befreiung. Ergreif sie heute.

 

Quelle: israel365news.com

7 Gedanken zu „BREAKING NEWS: Herstellung des einzigartigen roten Farbstoffs für Dritten Tempel beginnt

  • 29/07/2021 um 13:32
    Permalink

    Interesse finde ich auch, dass die Menschen plötzlich anfangen aktiv für den Fortschritt des 3. Tempels mitzuarbeiten.

    MARANATHA
    Helena

    Antwort
  • 29/07/2021 um 14:51
    Permalink

    Lieber Henry,
    danke für den wundervollen Bericht. Ich habe heute etwas gelernt. Die, die wir heute zum Neuen Bund gehören, sollten sehr sehr vorsichtig sein mit folgender Kritik: “Alles alter Bund und alle Anstrengung wird sie letztendlich nicht erretten.” Sie suchen aber auf ihre eigene Weise, eifrig selbst bei den nicht vorhandenen Würmern nach Farbe, so wie sie es verstehen (!), aber oft mit mehr Ernsthaftigkeit als mancher wiedergeborene Christ seinen Gott sucht. Gott sieht immer noch das Herz an und wird nach seiner Gerechtigkeit urteilen. Ich glaube, das ist auch der Grund weshalb sich Gott auch erbarmen wird, und ihnen das geben wird, wonach sie sich nicht ausgestreckt haben: “Seinen Geist”….damit ganz Israel errettet wird.
    Amen
    Anne

    Antwort
    • 29/07/2021 um 20:19
      Permalink

      Rettung gibt es nur durch Christus.
      Wer Christus nicht hat hat das was Christus durch sich anbietet nicht.
      Einen Zwischenweg oder was auch immer, gibt es nicht.
      (Was nicht im Wort Gottes steht)
      Frank

      Chrustus sagt :ich bin der Weg. Er sagt nicht:ich bin auch ein Weg!

      Antwort
  • 29/07/2021 um 20:20
    Permalink

    Rettung gibt es nur durch Christus.
    Wer Christus nicht hat hat das was Christus durch sich anbietet nicht.
    Einen Zwischenweg oder was auch immer, gibt es nicht.
    (Was nicht im Wort Gottes steht)
    Frank

    Christus sagt :ich bin der Weg. Er sagt nicht:ich bin auch ein Weg!

    Antwort
    • 30/07/2021 um 19:51
      Permalink

      Danke Frank,
      für Deine kurzen.. prägnanten.. und so aussagekräftigen Worte.
      Finde ich einfach super, wie Du in so wenigen Sätzen soviel zum Ausdruck bringen kannst. Für mich beinhaltet diese Aussage alles.. alles was wichtig u wesentlich ist im Leben u vor allem in der jetzigen Zeit !
      Liebe Grüße
      Roswitha

      Antwort
  • 29/07/2021 um 21:04
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    Hallo Frank,
    Das habe ich alles nicht infrage gestellt, sondern es geht mir um die oft pharisäerhafte Israelkritik mancher Nichtjuden bzw. derer die sich Christen nennen, selbst aber die Ernsthaftigkeit ihres Glaubens vermissen lassen einfach durch ihr Tun, oder noch schlimmer durch ihr Nichttun. Ich bin fest davon überzeugt, dass so mancher der sich für gerettet hält,einfach durchs Raster fällt weil die Früchte fehlen. Gott wird sicher in seiner Gerechtigkeit die richtige Art von Belohnung bereit haben für sein Volk. Er sieht aufs Herz. Ein gutes Beispiel ist das Schafe und Böckegericht, da reichte schon ein Glas Wasser um Lob von Jesus zu erhalten.
    Anne

    Antwort
  • 30/07/2021 um 0:28
    Permalink

    Danke lieber Henry
    Das war sehr schön was du geschrieben hast <3
    Monika

    Antwort

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