RED ALERT: Werden die USA den Iran angreifen?

die im November gesendeten B52-Bomber senden auch an den Iran eine eindeutige Botschaft

In seiner bisherigen Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump im Gegensatz zu den meisten seiner Vorgänger noch keinen neuen Krieg angefangen, sondern sich durch den US-Friedensplan und den ‘Abraham Accord‘ als ein Vermittler des Friedens hervorgetan. Nach der US-Wahl, die viele Ungereimtheiten aufweist und großen Einfluss auf den Nahen Osten hat, versucht er über juristischem Weg das Wahlergebnis anzufechten. Ob dies gelingen und ihm eine 2. Amtszeit bescheren wird ist noch unklar. Jedenfalls sorgt der drohende Präsidentenwechsel im Nahen Osten für Unruhe. Besonders der Iran würde für Israel und den Nahen Osten gefährlich werden, sollte Trump keine 2. Amtszeit bekommen. Möglicherweise wird Trump als ‘Abschiedsgeschenk’ an Israel den Iran angreifen, um die zukünftige nukleare Bedrohung zu beseitigen. Ende November waren Netanjahu und Mossadchef Cohen nach NEOM, Saudi-Arabien geflogen, um sich mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu treffen, dabei ging es neben der Normalisierung auch um die Bedrohung aus dem Iran. Bei diesem Treffen war auch US-Außenminister Mike Pompeo anwesend. Israel bereitet sich darauf vor, dass die Vereinigten Staaten den Iran angreifen könnten. Was die Situation weiter anheizt ist die Tötung des Kopfes des iranischen Atomprogramms.

Die israelische Politik hat die Israel Defense Forces (IDF, israelische Armee) angewiesen, sich auf ein Szenario vorzubereiten, in dem Präsident Trump den Iran in seinen letzten Tagen seiner Amtszeit angreift, bevor er im Januar das Weiße Haus verlässt. Grund für diese Anweisung ist laut hochrangigen israelischen Beamten die heikle Zeit in den kommenden Wochen bis zum 20. Januar und anstelle von konkreten Informationen. In den letzten Wochen haben der israelische Verteidigungsminister Benjamin Gantz und sein US-Kollege Christopher Miller, der am 11. November von US-Präsident Donald Trump ernannt wurde, 2 mal miteinander gesprochen. Dabei ging es um die iranischen Frage, die Lage in Syrien und die Beziehung zwischen Israel und den Vereinigten Staaten, die sich mit einer Präsidentschaft Bidens ändern dürfte.

In dem Fall dass die USA den Iran angreifen würden, würde Israel voraussichtlich zuvor gewarnt werden. Aufgrund der großen Unsicherheit der Lage im Nahen Osten wurden die IDF jedoch angewiesen, sicherzustellen, dass die israelischen Verteidigungssysteme für jedes Szenario bereit sind, das sich aus einem US-Angriff auf den Iran ergeben könnte. Der jüdische Staat befürchtet Ziel eines iranischen Vergeltungsangriffs zu werden. Im Nachbarland Libanon befindet sich die Hisbollah und in Syrien sind Milizen, die auf der Seite des Iran stehen.

Öl ins Feuer goss nun die gezielte Tötung von Mohsen Fakhrizadeh-Mahabadi, dem Chef des laufenden iranischen Atomprogramms, die offensichtlich vom israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad monatelang vorbereitet und am vergangenen Wochenende durchgeführt wurde.

Am Freitag wurde Fakhrizadeh-Mahabadi laut der iranischen Fars news durch einen Angriff mit einem ferngesteuerten Maschinengewehr getötet. Dieses war an einen unbenannten Auto befestigt. Der Angriff erfolgte innerhalb vom 3 Minuten als sich der Brigadegeneral des iranischen Korps der Islamischen Revolutionsgarde mit seiner Frau in Richtung des Ferienortes Absard östlich von Teheran begab. Als das Führungsauto des Konvois vorausfuhr, um die Lage zu inspizieren, wurde eine Reihe von Kugeln auf Fakhrizadeh-Mahabadis Panzerwagen abgefeuert, was ihn dazu veranlasste, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Offensichtlich war ihm nicht bewusst, dass dies ein Angriff war, denn er stieg aus dem Fahrzeug aus, da anscheinend dachte, dass das Geräusch durch einen Unfall verursacht worden war oder es ein Problem mit dem Auto gab, das er untersuchen wollte. Nachdem er aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, eröffnete das ferngesteuerte Maschinengewehr aus einer Entfernung von etwa 150 Metern das Feuer auf ihn und traf ihn 3 mal. Er erlitt 2 seitliche und einen Treffer von hinten, wobei sein Rückenmark durchtrennt worden sein soll. Auch sein Leibwächter soll getroffen worden sein. Anschließend explodierte das Auto auf dem das Maschinengewehr montiert war.

Das iranische Regime machte Israel für die Tötung von Fakhrizadeh-Mahabadi verantwortlich und schwor Vergeltung. In dieser Zeit der nehmenden Spannungen stationierten die USA die USS Nimitz, einen Flugzeugträger, in der Region am Persischen Golf aus Sorge um iranische Aktionen, die auf die Tötung folgen könnten. Nachdem die USS Nimitz am bereits am Mittwoch stationiert wurde, sagte die Sprecherin der Fünften Flotte der US-Marine in Bahrain, Commander Rebecca Rebarich: “Es gab keine spezifischen Bedrohungen, die die Rückkehr der Nimitz Carrier Strike Group auslösten.” Nach Rebarich soll die Verlegung des Flugzeugträgers eine Vorbereitung auf einen US-Truppenabbau im Irak und in Afghanistan gewesen sein. Dort wird erwartet, dass die USA jeweils 2500 Soldaten stationiert lassen wollen. “Diese Aktion stellt sicher, dass wir über ausreichende Fähigkeiten verfügen, um auf jede Bedrohung zu reagieren und jeden Gegner davon abzuhalten, während der Reduzierung der Streitkräfte gegen unsere Truppen vorzugehen”, sagte Rebarich. Die Nimitz war vor 3 Wochen als letzter Flugzeugträger im Persischen Golf und wo sie zuvor 2 Monate verbracht hatte.

Die Nimitz gilt als der ältester und bester Flugzeugträger der US-Marine und ist eines der größten Kriegsschiffe der Welt. Sie verfügt über mehr als 3.500 Seeleute von denen über 2.400, die 90 Kampfflugzeuge und Hubschrauber bedienen können. Begleitet wird die Nimitz von dem Lenkwaffenkreuzer USS Princeton und dem Lenkwaffenvernichter USS Sterett.

Am 21. November schickten die USA B52 Stratofortess in den Nahen Osten. Diese atomwaffenfähige Bomber dienen oft der Abschreckung und sollen Aggressionen abzuhalten und zur Wahrung der regionalen Sicherheit beizutragen. Das US-Zentralkommando sagte dazu, die “Langstreckenmission in den Nahen Osten demonstriere die Fähigkeit des US-Militärs, kurzfristig Kampfflugzeuge überall auf der Welt einzusetzen und in Centcom-Operationen zu integrieren, um die regionale Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten”.

Die B-52 können 32 Tonnen Munition – einschließlich Atomraketen – über 14.000 Kilometer transportieren, ohne zu tanken. Dies sorgt für Einschüchterung. “Die Fähigkeit, Streitkräfte schnell in, aus und um den Schauplatz zu bewegen, um die Initiative zu ergreifen, zu behalten und auszunutzen, ist der Schlüssel zur Abschreckung potenzieller Aggressionen”, sagte Generalleutnant Greg Guillot, Kommandeur der 9. Luftwaffe (Air Forces Central).

“Diese Missionen helfen Bomber-Besatzungen, sich mit dem Luftraum sowie den Kommando- und Kontrollfunktionen der Region vertraut zu machen, und ermöglichen ihnen die Integration in die US- und Partner-Luftgüter um den Schauplatz, wodurch die allgemeine Bereitschaft der kombinierten Streitkräfte erhöht wird.”

Die Sendung der strategischen schweren Bomber unterstützt die USS Nimitz bei der Aufrechterhaltung der Stabilität, die durch den Truppenabzug Veränderungen im Irak und in Afghanistan bewirken könnte. Auf seiner Reise in den Nahen Osten, bei der US-Außenminister Mike Pompeo auch Israel und Saudi-Arabien besuchte, traf er sich auch mit Vertretern der Taliban. Diese interessante Änderung der US-Politik soll helfen das 20-jährige US-Engagement in Afghanistan zu beenden. Durch die Entsendung der B52-Bomber ergeben sich außerdem Fragen zur US-Rolle in Bezug auf Syrien.

 

Kommentar: Mir wird inzwischen immer klarer, wie sehr sich die Entwicklung mit der Wahl in den USA auf den Nahen Osten auswirkt. Ob Trump tatsächlich den Iran angreifen wird kann ich nicht sagen. Ich denke nur daran, dass sein Rivale Joe Biden wieder in den Atomdeal einsteigen möchte. Die Bedrohung, die sich daraus ergibt, wird sicherlich auch Donald Trump bewusst sein. In den kommenden Wochen könnte er tatsächlich versuchen die nukleare iranische Bedrohung zu beseitigen, denn die USA würden nach dem Ausscheiden Trumps sicherlich nicht der zuverlässige Partner Israels belieben, der sie jetzt sind.

 

Quellen: israelnationalnews.com, ifcj.org, israel365news.com, jpost.com und thenationalnews.com

Ein Gedanke zu „RED ALERT: Werden die USA den Iran angreifen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.