Warum ist das Goldene Tor verschlossen?

das Goldene Tor in der Ostmauer vom Tempelberg

In dem Buch Nehemja sind alle 12 Tore Jeruschalajims beschrieben. Das Goldene Tor wird dort das Osttor genannt (Nehemja 3,29). Im 16. Jahrhundert regierte Suleiman der Große über das osmanische Reich und somit auch über Jeruschalajim, denn diese Stadt war 1517 (500 Jahre (10 Jubeljahre) vor der Anerkennung Jeruschalajims durch Donald Trump) von den Osmanen erobert worden.

Offensichtlich hatte Suleiman davon gehört, dass der Messias auf den Ölberg (wieder)kommen wird (Secharja 14,4.5). Der Ölberg liegt gegenüber vom Tempelberg. Zwischen den beiden verläuft das Kidrontal. Suleiman wollte nun verhindern, dass der Messias in Jeruschalajim einziehen wird. Da das Goldene Tor das einzige Tor der Stadtmauer ist, das direkt zum Tempelberg und schnurgerade ins Allerheiligste führt und dies der kürzeste Weg ist, den der Hohepriester an Jom Kippur, ließ er es zumauern, um zu verhindern, dass der Messias in Jeruschalajim bei seiner Wiederkunft einziehen kann. Da ein Jude sich unrein macht, wenn er mit Toten zu tun hat, ließ Suleiman noch einen Friedhof vor das Tor setzen. Sicher ist sicher.

Wird all dies Jeschua aufhalten, wenn er bald kommt? Garantiert nicht! Ganz im Gegenteil, scheint sich Gott einen Spaß mit Suleiman gemacht zu haben, denn er ließ durch Jehekel bereits mehr als 2000 Jahre vorher prophezeien, dass das Tor zugemauert werden würde:

“Und er führte mich zurück auf dem Weg zum äußeren Tor des Heiligtums, das nach Osten weist. Das aber war verschlossen. Und Adonai sprach zu mir: Dieses Tor soll verschlossen sein; es soll nicht geöffnet werden, und niemand soll durch es hineingehen! Denn Adonai, der Gott Israels, ist durch es hineingegangen, so soll es verschlossen sein” (Jeheskel 44,1.2).

Und außerdem war Jeschua bereits durch das Tor gegangen. Es wurde danach verschlossen, damit niemand behaupten könne, er sei der Messias, denn dieser muss durch das Tor ziehen. Als Suliman die Stadtmauer erneuerte ließ er das Tor zumauern. Dies hatte die Kreuzritter zuvor ebenfalls getan, allerdings aus strategischen Gründen.

 

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