BREAKING NEWS: Tempelberg nach 70 Tagen wieder geöffnet

nach 70 Tagen können Juden wieder auf den Tempelberg

Nachdem Mitte März der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee aufgrund der Coronakrise von der Waqf (muslimische Tempelbergorganisation) geschlossen wurden, hatten jüdische Anbeter kurzzeitig die Hoheit über den Tempelberg. Daraufhin wurde vermutlich von der Waqf ein muslimischer Sturm auf den Tempelberg initiiert, der die Auflagen des Gesundheitsministeriums grob verletzte und zur kompletten Schließung des Tempelbergs führte. Jüdische Aktivisten versuchten den Tempelberg wieder für Juden zugänglich zu machen, denn die Waqf schickte deutlich mehr “Arbeiter” als sonst auf den Tempelberg, die dort beteten. Seit über einem Jahr wird der Status quo des Tempelbergs durch tägliches lautes jüdisches Gebet massiv herausgefordert. Die Coronakrise und das Verhalten der Muslime brachten eine Zwangspause. Seit heute Morgen ist der Tempelberg jedoch wieder geöffnet.

Nachdem der Tempelberg, der heiligste Ort auf Erden, nach 70 Tagen seine Tore wieder öffnete, nutzten knapp 150 Juden die Gelegenheit und zogen hinauf. Der bekante Tempelbergaktivist Yehuda Glick (ehemaliger Likudpolitiker), der im Februar auf dem Tempelberg festgenommen wurde, und Uri Ariel (Mitglied der Regierung) und Shulli Muallem-Refaeli (ehemaliges Mitglied der Regierung) von der Partei Bayit Yehudi waren unter den Besuchern. Nach den jüdischen Vorschriften sollten jüdische Besucher des Tempelbergs zuvor ein rituelles Bad, genannt Mikwe, nehmen und keine Lederschuhe tragen.

Aus der Zeit des Zweiten Tempels sind diese Bäder bei Ausgrabungen gefunden worden und der viele Regen in diesem Jahr hat sie zum 1. Mal seit knapp 2000 Jahren gefüllt.

“Nach 70 Tagen, in denen der Tempelberg für Besuche und Gebete geschlossen war, wird er morgen geöffnet!” hatte Shuli Muallem-Refaeli gestern getwittert. “Ich lade Sie alle mit großer Aufregung ein, sich mir morgen anzuschließen, um um 8:30 Uhr in Reinheit aufzusteigen. Ich habe eine starke Sehnsucht nach dem heiligen Ort, zusammen mit vielen Menschen aus allen Teilen der israelischen Gesellschaft aufzusteigen und vor allem um Erholung und Frieden für alle zu beten.”

Besuche gläubiger Juden werden von Waqf-Wachen und der israelischen Polizei überwacht. Laut dem Jeruschalajimer Zentrum für öffentliche Angelegenheiten sind laute und auch stille jüdische Gebete auf dem Tempelberg verboten. Dies wurde seit letztem Jahr zunehmend von der israelischen Polizei geduldet. Laut Tourismus-Webseite dürfen keine Tefillim (Gebetsriemen), Tallitot (Gebetsschals) und Gebetsbücher auf den Tempelberg mitgenommen werden. Zumindest die Gebetsbücher haben es in digitaler Form auf dem Smartphone seit längerer Zeit auf den Tempelberg geschafft.

Ganz ungetrübt war der Aufstieg der jüdischen Besucher heute allerdings nicht, die von 8 Muslimen gestört wurden, die nationalistische Parolen zu schreien und die jüdischen Besucher zu stören. Die Polizei nahm die Störenfriede fest.

 

Kommentar: Wie ich schon öfters geschrieben habe, erwarte ich, dass in naher Zukunft Juden ungestört auf dem Tempelberg schalten und walten können. Jetzt ist der Tempelberg ihnen nach 70 Tagen wieder zugänglich. Die Zahl 70 ist im Hebräischen die Zahl der Fülle, Wiederherstellung und des Endpunktes. Dass der Tempelberg genau für die Dauer von 70 Tagen geschlossen war, halte ich für prophetisch bedeutsam. 2 Tage nach Schavuot, dem  Fest, an dem Gott den Bund am Sinai stiftete und die Ruach HaKodesch (Heiligen Geist, im Hebräischen feminin) gab, wurde er wieder geöffnet.

Der Status quo ist am Kippen und wir sehen diesen Prozess vor unseren Augen. So wundern auch nicht die Aufrufe zur Wiedereinsetzung des Tempeldienstes und des täglichen Opfers. Der veröffentlichte US-Friedensplan hat schon jetzt seinen Teil dazu beigetragen, die Türen auf den Tempelberg aufzustoßen. Er ist die moderne Version des Dikrets von Perserkönig Cyrus, der den Bau des Zweiten Tempels nach dem Babylonischen Exil ermöglichte. Geschichte wiederholt sich unaufhaltbar vor unseren Augen.

 

Quelle: jpost.com

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