BREAKING NEWS: Tauziehen um den Tempelberg geht weiter

Tempelberg – auch wenn es äußerlich ruhiger erscheint, tobt der Kampf um ihn

Letzte Woche wurden auf dem Har HaBeit (Tempelberg) die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom zur Eindämmung des Coronavirus geschlossen. Da Juden angewiesen wurden, der Kotel (Westmauer, auch “Klagemauer” genannt) fernzubleiben, stiegen sie in bisher größter Zahl auf den weitläufigen Tempelberg, um dort zu beten. Die Waqf (muslimische Tempelbergorganisation) veranlasste daraufhin die komplette Schließung des Tempelbergs. Nun waren wieder muslimische Anbeter auf dem Tempelberg zu sehen.

Beamte im Waqf, die mit den israelischen Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, sagten ihnen, dass es viel einfacher sei, die Beschränkung durchzusetzen, wenn das Mughrabi-Tor ebenfalls geschlossen würde. Von den 11 Toren die auf den Tempelberg führen, ist das Mughrabi-Tor (auch Hallel-Tor genannt, (Hallel = Lobgesang) das einzige das von Juden und Touristen benutzt wird. Alle anderen Tore werden ausschließlich von den Muslimen genutzt. Die israelische Polizei kam dieser Empfehlung nach. 

Vorgestern veröffentlichte Michael Miller, ein Tempelbergaktivist, ein Video auf Facebook, dass zeigt, wie Muslime einen Polizeikontrollpunkt passieren und den Tempelberg betreten. “Mehr als hundert Araber sind drinnen und beten, während keine Juden hineingelassen werden”, berichtete Miller. Er behauptete, dass sich auf dem Gelände keine Polizei oder israelischen Sicherheitskräfte befänden. “Der einzige Grund dafür ist, dass sie unsere heilige Stätte ohne Juden sehen wollten.”

Deshalb wurde gestern ein Protest von den Tempelbergaktivisten organisiert, jedoch behinderten die Einschränkungen des Gesundheitsministeriums diesen erheblich. In einem von Suleiman Maswadah gestern geposteten Video war ersichtlich, dass die Situation so war, wie Miller behauptet hatte. 

Miller bemerkte auch, dass die Kotel offen war, ebenso wie die Höhle der Patriarchen in Hebron, wenn der Eintritt auch auf Gruppen von 30 Personen beschränkt war.

“Das ist eine große Lüge”, sagte Miller. “Wer weiß, ob und wann es sich für Juden öffnen wird? Die muslimischen Behörden sehen dies möglicherweise als Gelegenheit, Juden auszuschließen. Für diese Situation gibt es derzeit keine Rechtfertigung.”

Rabbi Yehudah Glick, ein langjähriger Aktivist des Tempelbergs und ehemaliges Knessetmitglied von Benjamin Netanjahus Likud-Partei, sagte dazu folgendes: “Das Gesundheitsministerium hat klare und vernünftige Richtlinien aufgestellt.” Der Rabbi führte aus: “Die Juden hielten sich an die Richtlinien und die Muslime nicht. Um die Muslime dazu zu bringen, die Coronavirus-Beschränkungen einzuhalten, verbot die Regierung den Juden, den Tempelberg zu betreten, aber die Muslime halten sich immer noch nicht an die Richtlinien, um die Ausbreitung der Pandemie zu verhindern.”

Für Yehuda Glick ist der Tempelberg in der globalen Coronakrise von zentraler Bedeutung: “Das Gebet auf dem Tempelberg ist zu dieser Zeit unerlässlich.” Vor einigen Tagen hatte er noch jüdische Gebete live vom Tempelberg gestreamt.

“Hat jemand eine Ahnung, was nach den Tagen des Coronavirus sein wird?” Rabbi Glick sagte: “Wir machen zweifellos etwas ganz Besonderes vom Schamayim (Himmel) durch. Niemand ist ein Prophet, der sagen kann, was sein wird, aber eine Sache, die ich versprechen kann, ist, dass ich da sein werde, um sicherzustellen, dass es ein Gebetshaus für alle Nationen gibt.”

Der Sprecher der Tempelbergbewegung, Assaf Fried erkannte zwar an, dass es die Durchsetzung einer rassistischen Politik ist, die Juden ausschließt und gleichzeitig muslimischen Arabern den Zutritt gestattet. Er macht sich aber keine Sorgen: “Die Polizei hat den Tempelberg für alle geschlossen. Juden, Muslime und Touristen. Aber sie erlaubten einigen Arbeitern der Waqf einzutreten und während sie dort waren, beteten sie im Freien. Obwohl dies schlecht aussieht, ist es kein muslimischer ‘Sieg’. Alle religiösen Stätten sind geschlossen. Dies mag darauf zurückzuführen sein, dass Jordanien, das eine Sorgerechtsrolle über den Tempelberg innehat, alle seine heiligen Stätten geschlossen hat. Deshalb forderten sie Israel auf, den Tempelberg zu schließen, um diese Sorgerechtsrolle auszudrücken.”

“Es gab mehrere aufeinander aufbauende, auch bedeutende Siege. Dies ist das erste Mal in den letzten 50 Jahren, dass die israelische Regierung den Tempelberg für Muslime geschlossen hat.”

Im Juli 2017 hatte Israel nach tödlichen Terrorattacken auf dem Tempelberg, Metalldetektoren an den Toren zum Tempelberg aufgestellt. Die Waqf hatte daraufhin die Muslime aufgefordert, nicht mehr auf den Tempelberg zu gehen und so hatten die Juden eine Woche lang den Tempelberg für sich allein.

Fried erinnert sich: “Dies war auch das erste Mal, dass Juden während eines muslimischen Feiertags an den Ort durften.” Der Sonntag dieser Woche war Lailat al Miraj, ein Feiertag, an dem ironischerweise an die Nachtreise Muhammads erinnert wird, der dort auf einem fliegenden Tier gelandet sein soll. Dies steht im Widerspruch zum Koran, da er sagt, dass Muhammad Saudi-Arabien nie verlassen hat.

“An dem Tag, an dem sie an Mohammeds Besuch auf dem Tempelberg erinnern sollten, beteten die Muslime nicht am Tempelberg und die Juden taten es”, bemerkte Fried.

Die quasi muslimfreie Gebetsumgebung auf dem Tempelberg vor der Schließung bezeichnet er als “den Garten Eden”. Auch wenn er bedauerte, heute nicht auf diese Weise beten zu können, hielt es jedoch nicht für einen “muslimischen Sieg”.

“Alle Museen und Parks sind geschlossen. Nachdem das Coronavirus vorbei ist, kehren wir zum normalen Geschäftsbetrieb zurück, der, indem die jüdische Verbindung zum Tempelberg definitiv zunahm. Ein kleines Fenster mit ausschließlich jüdischen Gebeten hat unsere Situation verbessert, und was wir gewonnen haben, werden wir nicht aufgeben.”

 

Kommentar: Der Kampf um den Tempelberg ist ein Tauziehen in dem mal der eine und mal der andere stärker zieht. Wichtiger als diesen kleine muslimischen Ruck zu betrachten ist es, den Trend zu sehen. Wir sehen seit Jahren, dass die Zahl der jüdischen Besucher des Tempelberg stetig zunimmt. Wir sahen seit Pessach letzten Jahres bis zu dieser Pause jeden Tag lautes jüdisches Gebet auf dem Tempelberg und die Bemühungen befeuert durch den US-Friedensplan, dieses Jahr zu Pessach das 1. richtige Opfer auf dem Tempelberg zu bringen, dass ich ehrlich gesagt auch erwarte, wenn ich die Wiedereinsetzung der Pessachzeremonie in den letzen Jahren beobachte. Insgesamt hat die Entwicklung so viel Drehmoment, dass sie sich nicht aufhalten, sondern höchstens etwas verzögern lässt. Die jetzigen Spielchen der Waqf werden das zeigen. Der Dritte Tempel muss bald kommen, die rote Kuh wird sonst zu alt.

 

Quelle: breakingisraelnews.com

2 Gedanken zu „BREAKING NEWS: Tauziehen um den Tempelberg geht weiter

  • 26/03/2020 um 0:17
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    Über diese Entwicklung entscheidet der Ewige selbst. Gottes Heilsplan ist schon fertig.
    Wir beten und brauchen Geduld. Er tröstet uns durch die Bibel. Dank an den Herausgeber und Betreiber dieser Seite. Es macht viel Freude, die Neuigkeiten darin zu lesen.

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    • 27/03/2020 um 1:43
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      Für jene die die Bibel als Wort Gottes lesen, ist der Bau des 3. Tempels wahrscheinlich noch interessanter als für Juden, denn an den Wiederaufbau ist eine unheilvolle Prophezeiung geknüpft.

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