BREAKING NEWS: Smotrich fordert Veröffentlichung der Details über Tempelberg in Abkommen mit VAE

wie sich der Friedensvertrag auf den Tempelberg auswirkt ist noch nicht bekannt

Mit der Unterzeichnung des Abraham Accords Mitte September hat Israel nun die Aufgabe das Abkommen nicht nur politisch umzusetzen. Die israelische Regierung muss noch über den Friedensvertrag abstimmen. Am Montag stimmte das Kabinett einstimmig dafür, die Vereinbarung zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain am Donnerstag dem israelischen Parlament zur Billigung vorzulegen. Anschließend solle es noch einmal ratifiziert werden. Bezalel Smotrich (Yamina) schrieb einen Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und forderte, dass die Einzelheiten aller Vereinbarungen in Bezug auf den Tempelberg vor der Abstimmung der Knesset über den Friedensvertrag am Donnerstag veröffentlicht werden.

Er wies darauf hin, dass israelische, amerikanische und emiratische Beamte sagten, dass Besuche von Muslimen auf dem Tempelberg Teil der Vereinbarungen seien. Dieses ist jedoch nicht Teil des bisher veröffentlichten Textes.

“Um für das israelisch-jüdische Interesse an der heiligsten Stelle der Welt für Juden einzutreten, bitte ich alle schriftlichen oder mündlichen Vereinbarungen zwischen den Seiten zu erhalten, die mit dem Tempelberg verbunden sind, seinem diplomatischen und Eigentumsstatus, seiner Verwaltung, Besuch- und Gebetsvereinbarungen für Juden und für diejenigen, die es nicht sind”, schrieb Smotrich letzte Woche.

Er fügte hinzu, dass es “eine Grundvoraussetzung in einem demokratischen Land für die Öffentlichkeit und die MKs (Mitglieder der Knesset) ist, zu wissen, was sie bei ihrer Abstimmung … im Plenum genehmigen sollen”.

US-Präsident Donald Trump hatte über Twitter am 13. August bei der Ankündigung des Friedens zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten geschrieben: “Alle Muslime, die in Frieden kommen, dürfen die Al-Aqsa-Moschee besuchen und beten.”

Auch bei der Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen den VAE, Bahrain und Israel am 15. September im Weißen Haus sagte Trump, dass “das Abraham-Abkommen auch Muslimen auf der ganzen Welt die Tür öffnet, die historischen Stätten in Israel zu besuchen und friedlich in der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem zu beten, die drittheiligste Stätte im Islam.”

“Seit Generationen”, fügte Trump hinzu, “wurden die Menschen im Nahen Osten durch alte Konflikte, Feindseligkeiten, Lügen, Verrat zurückgehalten … Lügen, dass die Juden und Araber Feinde waren und dass die Al-Aqsa-Moschee angegriffen wurde. Ständig würden sie sagen, dass sie angegriffen wurde. Diese Lügen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, haben einen Teufelskreis von Terror und Gewalt ausgelöst, der sich in der Region und auf der ganzen Welt ausbreitete.”

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es Muslimen möglich in der Moschee zu beten, Juden hingegen dürfen offiziell den Tempelberg nur zu bestimmten Zeiten besuchen, aber nicht beten. Allerdings findet hier seit Pessach 2019 zunehmend ein Wandel statt, der aber noch keinen offiziellen Status erreicht hat. Besucher aus weiten Teilen des Nahen Ostens können jedoch nicht zum Tempelberg kommen, weil ihre Länder keine diplomatischen Beziehungen zu Israel haben. Bürger Ägyptens und Jordaniens, die Frieden mit Israel geschlossen haben, haben oft Schwierigkeiten, ein Visum zu erhalten und müssen möglicherweise Monate warten. Sicherheitsgründe spielen hier eine Rolle.

Auch das Friedensabkommen zwischen den Israel und den VAE sieht keine visumfreien Reisen vor, es wird aber erwartet, dass es weniger Sicherheitsprobleme geben wird, wenn Emiratis in das Land einreisen, teilte eine Quelle des Außenministeriums mit. 

In den letzten Tagen ist das 1. Frachtschiff im Hafen von Haifa eingelaufen, dass Güter aus den VAE nach Israel brachte. Netanjahu erklärte: “Eine neue Handelsroute wurde zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel eröffnet. Das Friedensabkommen zwischen uns führt zu Kooperationen, die den Bürgern Israels Milliarden bringen werden. Dies ist besonders während der Coronavirus-Zeit wichtig, damit wir allen helfen und die Wirtschaft stärken können.”

 

UPDATE 17/10/2020: Die Knesset hat das Normalisierungsabkommen mit den VAE mit einer großen Mehrheit von 80 zu 13 Gegenstimmen angenommen. Die Vereinte Liste (Araber) sprachen sich einstimmig gegen das Abkommen aus. Vorgestern wurde die 1. Delegation aus den VAE und Bahrain auf den Tempelberg von israelischen Gastgebern begleitet, um am Felsendom zu beten.

 

Kommentar: Während der Frieden zwischen Israel und den VAE immer mehr Form annimmt, wird es spannend sein zu sehen, wie er sich auf den Status quo des Tempelbergs auswirken wird.

 

Quelle: jpost.com

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