Schaubrote für Dienst im Dritten Tempel werden vorbereitet

unzählige kleine Details für den Dritten Tempel kommen in unserer Zeit zusammen

In Israel wird immer deutlicher, dass die Vorbereitungen zur Errichtung des Dritten Tempels an Fahrt aufnehmen, unzählige kleine Details fügen sich zu einem großen Ganzen. So verwundert auch nicht, dass Premierminister Benjamin Netanjahu von den Oberrabinern Israels aufgefordert wurde, den Tempeldienst auf dem Tempelberg zu erlauben. Der Tempeldienst geht einher mit der Wiedereinsetzung der verschiedenen Opfer. Während der Sanhedrin (Hohe Rat) bereits an der Wiedereinsetzung des täglichen Opfers arbeitet, gibt verschiedene andere, die ebenfalls ihren Beitrag leisten, dass der Tempeldienst wieder beginnen kann. Zu ihnen gehört auch Les Saidel.

Der Einwanderer aus Südafrika hat nach einer Sinnkrise angefangen sich mit dem biblischen Schaubrot (Wajjikra 24,5) zu beschäftigen und ist vermutlich derjenige, der sich weltweit damit am besten auskennt. Seit fast 2000 Jahren wurden die Lechem HaPanim, wie die Brote auf hebräisch heißen und in der Zeit des Zweiten Tempels von der Garmu-Familie, die zu den Leviten zählte, nicht mehr gebacken und das Wissen ging verloren. Vor jedem Schabbat backte die Familie damals 12 Brote, die je einen Stamm der 12 Stämme Israels repräsentierten. In 2 Sechserstapeln wurden die Brote auf den goldenen Schulchan (Schaubrottisch) gelegt und lösten die vorigen Brote ab, die an die ein- und ausgehenden Schichten der Kohanim (Priester) die Tempeldienst hatten verteilt wurden.

Nach Saidels Aussagen blieben die Brote solange sie auf dem Tisch lagen eine Woche lang warm und frisch, bevor sie von den Kohanim gegessen wurden. Er erklärte, dass dies 400 oder 500 Menschen waren, die von diesen 12 Broten aßen. Obwohl jeder nur ein wenig Brot erhielt, soll es auf wundersame Weise so sättigend gewesen sein wie eine komplette Mahlzeit.

Saidel, der seit 35 Jahren in Israel lebt, widmet sich seit 11 Jahren wieder dem Backen, seiner Leidenschaft aus Kindertagen. “Ich habe mich in Vollkornbrot verliebt”, berichtete er. Er und seine Frau “eröffneten eine handwerkliche Bäckerei, die gesundes Bio-Brot und Backwaren serviert.” Seit 5 Jahren hat sich der Schwerpunkt jedoch vom Verkauf zu Backworkshops für Familien, jüdische und christliche Touristen und Schulgruppen verlagert. Anfänglich unterrichteten die Saidels das Backen der Challa, dem traditionell geflochtenen Schabbatbrot. 2017 gründete Les einen Workshop mit dem Titel Brot des Beit HaMikdasch, dem Schaubrot für den Tempel, was für ihn der Auslöser war, sich auf dieses Brot zu konzentrieren. Seit 2 Jahren besteht nun schon das ‘Showbread Institute’ in Schomron (Samaria), um “als Dachorganisation für Forschungs-, Veröffentlichungs- und Bildungsaktivitäten zu dienen… und das Volk Israel mit dem Tempeldienst [neu bekannt zu machen] in Vorbereitung auf den Wiederaufbau des Dritten Tempels in unseren Tagen.” So beschreibt es die Webseite.

“Das Geheimnis der Lechem Hapanim ging nach dem Zweiten Tempel verloren”, erklärte Saidel, der es sich zur Mission gemacht hat, die verlorenen Geheimnisse wiederzuerlangen. “Das Showbread ist das ikonische Brot des Beit HaMikdash. Ich habe sechs Jahre lang studiert und weiß immer noch nicht die Hälfte davon”, sagte er. “Es ist ein unglaublich kompliziertes Brot, gefüllt mit vielen Symbolen und Lektionen fürs Leben.”

Saidel sagt, dass alle Brote, die heute als jüdisch gelten in ihrem Ursprung nicht jüdisch, sondern übernommen worden seien, mit einer Ausnahme. “Von allen Broten in der jüdischen Geschichte ist das einzige, was jüdisch ist, Schaubrot. Alle anderen wurden kopiert und waren ursprünglich nicht jüdisch. Das Schaubrot ist [historisch] beispiellos. Es war ein atemberaubendes Brot”, erklärte er.

Saidel hofft noch vor Ende des Jahres sein Buch ‘The Jewish Bread Bible’ zu veröffentlichen. Es beinhaltet auch die Symbolik im Tempel. Die Menora stand für den Segen der Spiritualität und das Licht der Thora, der Ketoret (Weihrauch) für den Segen des Gebets und der Verteidigung gegen böse Einflüsse und der goldene Schaubrottisch für den Segen des Reichtums, der Fülle und des Wohlstands. Er erklärt, warum dieses Wissen um die Symbolik gerade jetzt wichtig ist: “Wir sind in den Wirren des Moshiach (Messias). Wir müssen lernen, wie sie die Dinge im Tempel getan haben, um bereit zu sein [für den dritten Tempel].” Er ergänzte: “Brot ist ein ausgezeichnetes Medium, um den Menschen beizubringen, wie sie den Avoda (Gottesdienst) im Beit HaMikdasch gemacht haben.” In seinen Workshops kann man das Brot backen, riechen und schmecken.

“Wir backen nicht nur. Jeder bekommt eine Arbeitsstation. Während wir jede Sache tun, erkläre ich die Argumentation und Symbolik: Warum muss das Salz Meersalz sein?; Warum es die Form war, die es war; Warum das Wasser lauwarm war. Im Beit HaMikdash war nichts zufällig. Alles war so konzipiert, dass es Emotionen oder spirituelle Gedanken hervorruft”, erläuterte er. “Wenn Menschen den Workshop machen, werden sie 2000 Jahre zurücktransportiert. Es ist eine multisensorische Erfahrung.“

Kommentar: Am 1. Januar 2019 habe ich das Temple Institute besucht, um mir selbst ein Bild davon zu machen, wie es um die Vorbereitungen für den Dritten Tempel steht. Dort stand bereits der goldene Schaubrottisch hinter Glas. Damit der Tempeldienst wieder beginnen kann, ist das Brot genauso wichtig. Auch dies ist schon Realität. Alle kleinen Detail kommen zusammen, der Dritte Tempel ist sehr sehr nah. Auch wenn er erst nach der Entrückung in der Trübsalszeit gebaut werden wird, ist er das letzte Detail von der Wiederherstellung  Israels, bevor unser Herr das Zweite Mal kommt, deshalb berichte ich darüber.

Quelle: breakingisraelnews.com

4 Gedanken zu „Schaubrote für Dienst im Dritten Tempel werden vorbereitet

  • 21/07/2020 um 12:18
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    Guten Tag,

    ich weiß nicht, ob sie das schonmal in einem Ihrer Beiträge erwähnten, aber ich würde gerne wissen, was auf dieser Münze im Bild steht.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.

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    • 21/07/2020 um 13:26
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      Hallo Fatih,

      auf der Münze stehen mehrere Sätze. Es steht einmal “Um 70 Jahre zu erfüllen”, dann steht dort noch “Und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem” (Dibre HaJamin II 36,23), dieser Satz stammt von Cyrus und bildet den Abschluss der hebräischen Bibel (dort ist die Sortierung anders). Auf der Rückseite steht eine Prophezeiung “… wie Tauben zu ihren Schlägen”, die von der zukünftigen Herrlichkeit Jeruschalajims spricht (Jeschajahu 60,8).

      LG Henry

      Antwort
      • 21/07/2020 um 14:50
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        Bitte Bibelstellen auch in Deutsch, nicht jeder kann Hebräisch. Dibre Hajamin = Chronik?

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        • 21/07/2020 um 14:56
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          Hallo Judith,

          als ich mit der Seite angefangen habe, habe ich mich entschieden, die hebräischen Namen für Personen, Orte und Bibelstellen zu verwenden. Bibelstellen verlinke ich immer, damit nachvollziehbar ist, welche Stelle gemeint ist. In diesem ist es das 2. Buch der Chronik.

          LG Henry

          Antwort

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