BREAKING NEWS: Saudi-Arabien sagt, dass Normalisierung mit Israel möglich ist

Saudi-Arabien pirscht sich Schritt für Schritt an die Normalisierung mit Israel heran

Mit der Unterzeichnung des ‘Abraham Accords’ begann im Nahen Osten eine neue Ära, die durch den US-Friedensplan angestoßen wurde. Nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain mit Israel die Beziehungen normalisierten, schloss sich auch der Sudan an. Kuwait erwägt ebenfalls die Normalisierung mit Israel und Saudi-Arabien steht laut Mossadchef Yossi Cohen ebenfalls kurz vor der Normalisierung mit dem jüdischen Staat. Er flog Ende November zusammen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach NEOM, Saudi-Arabien, um Kronprinz bin Salman und US-Außenminister Mike Pompeo zu treffen. Über das vergangene Wochenende fand in Bahrain die IISS Manama Dialogue conference statt, bei der Israel zum 1. Mal offiziell dabei war. Auch Saudi-Arabien war vertreten und äußerte sich zur Normalisierung mit Israel.

Der saudi-arabische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan sagte, dass Saudi-Arabien weiterhin für eine vollständige Normalisierung der Beziehungen zu Israel offen sei und auch der Beitritt in den ‘Abraham Accord’ möglich sei. Auf der Manama-Dialogkonferenz des Internationalen Instituts für strategische Studien sagte Farhan am Wochenende in Bahrain, dass es von entscheidender Bedeutung sei, die ‘Palästinenser’ zu gewinnen und dass sie und die Israelis an den Verhandlungstisch zurückkehren, der einen ‘palästinensischen’ Staat innerhalb der “Linien, von denen global verstanden wird, dass sie letztendlich einen konstituieren” liefern wird und bezieht sich damit auf die israelischen Grenzen vor dem Sechstagekrieg im Jahr 1967, bei dem Israel die Befreiung Jeruschalajims und die Eroberung von Jehuda und Schomron (Judäa und Samaria) gelang.

Laut Farhan würde ein ‘palästinensischer’ Staat Frieden bringen. Er wies darauf hin, dass sowohl die Friedensinitiative von König Fahd von 1982 in Fes, Marokko, als auch die von Saudi-Arabien geführte arabische Friedensinitiative von 2002 in der Vergangenheit eine vollständige Normalisierung mit Israel vorgeschlagen haben. “Israel wird seinen Platz in der Region einnehmen – aber damit dies geschieht und dies nachhaltig ist, müssen die Palästinenser ihren Staat bekommen und diese Situation regeln”, sagte er.

Der Nachrichtensender Al Arabiya deutet diese Äußerungen als Teil der Spekulation, dass Saudi-Arabien den VAE und Bahrain in den ‘Abraham Accord’ folgen könnte. Das Treffen mit Netanjahu und Cohen in NOEM wird von Riad offiziell bestritten, dies könnte aber auch daran liegen, dass sich Saudi-Arabien eine potentielle Biden-Administration warmhalten möchte.

Es könnten aber auch die Türkei und Katar eine Rolle spielen, denn Saudi-Arabien hatte 2017 andere Golfstaaten dazu gebracht, die Beziehungen zu Katar abzubrechen. Die Türkei sandte damals Truppen nach Katar und zeigte somit offen, dass sie gegen Saudi-Arabien sind. Katar hatte seine Medien genutzt mit dem Ziel die globale Unterstützung für die Saudis zu untergraben.

Es gibt mehrere Zeichen, die darauf hindeuten, dass Saudi-Arabien die Beziehungen zu Israel normalisieren wird. Sie hatten Bahrain darin unterstützt, den VAE in den ‘Abraham Accord’ zu folgen und gewähren israelischen Flugzeugen die Nutzung ihres Luftraums. Dies bedeutet, dass Saudi-Arabien andere Länder bei der weiteren Entwicklung unterstützt hat und für Israel im Allgemeinen offener geworden ist.

Das saudische Königreich war jedoch auch der führende Akteur hinter der Arabischen Friedensinitiative von 2002. Darin stand die Normalisierung mit Israel unter der Bedingung, dass der jüdische Staat einen ‘palästinensischen’ Staat anerkennt und sich aus dem Westjordanland zurückzieht. Auf der Konferenz am Wochenende ließ Saudi-Arabien es aber offen, inwieweit ein ‘palästinensischer’ Staat in die Normalisierung mit Israel noch hineinspielt.

Die IISS Manama Dialogue conference gilt als wichtiges Forum für den Nahen Osten. Es bringt Stimmen aus der Region und der Welt zusammen. So waren auch unter anderem Afghanistan, Indien und die USA vertreten. Pompeo wurde als Vertreter der USA per Video zugeschaltet, die den Frieden im Nahen Osten maßgeblich vorantreiben. Aber auch Jordanien und Oman teilten mit, dass sie den Frieden in der Region unterstützen würden. 

Nach Aussagen des jordanischen Außenministers Ayman Safadi “hängt der Erfolg [des ‘Abraham Accords’] sehr davon ab, was Israel als nächstes tut.” Dieses Friedensabkommen war der zentraler Diskussionspunkt über den sich die Außenminister des Nahen Ostens auf der 3-tägigen Konferenz austauschten. Saudi-Arabien will möglicherweise den ‘palästinensischen’ Staat über den ‘Abraham Accord’ erreichen, die VAE sagten, dass sie die Souveränitätserklärung über Jehuda und Schomron verhindern wollten und deshalb in den ‘Abraham Accord’ gegangen seien. Auch der kleine Golfstaat wolle Fortschritte in der ‘Palästinenserfrage’ sehen.

Die Konferenz fand dieses Jahr im Ritz Carlton in Manama statt, das 1. Hotel mit einer koscheren Küche in Bahrain, den erstmals teilnehmenden Israelis kam dies sicherlich entgegen. Noch vor der Konferenz hatte Benjamin Netanjahu nicht nur Saudi-Arabien überraschend besucht, auch Oman stattete er einen Besuch ab. Der Golfstaat am Arabischen Meer hat auf mehr Akzeptanz Israels gedrängt und arbeitet auch eng mit dem Iran zusammen. Er spielt eine interessante Rolle in der gegenwärtigen Situation im Nahen Osten. Ebenso ist Kuwait ein wichtiger Faktor im Nahen Osten, den der Architekt des US-Friedensplans Jared Kushner kürzlich besuchte. Nach einem Insider der Trump-Administration drängt Kuwait darauf, die Golfkrise zwischen Katar und Saudi-Arabien zu beenden.

Die Konferenz in Manama hat wichtige Impulse in die Region gesendet. Auch Omans Außenminister sprach über den Frieden zwischen Mitgliedern des Golf-Kooperationsrates und Bahrains Außenminister Dr. Abdullatig bin Rashid al-Zayani sagte, dass der Nahe Osten zu lange weltweit als “Problembereich” angesehen wurde. Diese Wahrnehmung zu ändern sei wichtig. Er war Mitte November in Israel und der Handelsminister folgte ihm mit einer Delegation am Ende des Monats.

Über die Bedeutung der regionalen Sicherheit und des Friedens sprachen viele Länder auf der Konferenz. Dies könnte eine Öffnung für mehr Normalisierungen oder Frieden zwischen verschiedenen Ländern des Nahen Ostens werden, möglicherweise auch die Golfkrise lösen oder auch die Spannungen mit dem Iran nicht weiter zunehmen lassen. Viele der anwesenden Außenminister nutzten die Konferenz, um auf Stabilität und Frieden zu drängen. Um zu verhindern, dass sich Terrorismus ausweitet seien Überlegungen notwendig, die Stabilität auf den Irak, den Libanon, den Jemen, Libyen, Afghanistan und andere Orte zu übertragen. Der irakische Außenminister Fuad Hussein sprach darüber, dass der Irak wieder ein starker Staat mit Rechtsstaatlichkeit werden wolle.

Der allgemeine Konsens von Manama bezieht sich auf die Stabilität in der Region, die Abschwächung der Bedrohung durch den Iran und die Hoffnung, dass die Türkei die aggressive Rolle, die sie im vergangenen Jahr übernommen hat, verringern wird.

 

Kommentar: Uns sollte allen klar sein, dass Saudi-Arabien auf der Arabischen Halbinsel der große Fisch im Teich ist. Nicht umsonst zittert Jordanien aus Furcht die Kontrolle über den Tempelberg zu verlieren, zumal Israel und Saudi-Arabien über die Kontrolle der exklusivsten Quadratmeter der Welt verhandeln. Übrigens hat Saudi-Arabien inzwischen nicht nur erlaubt, dass zivile israelische Flugzeuge den Luftraum des Königreichs nutzen dürfen, auch militärischen Flugzeugen wird die Nutzung des saudi-arabischen Luftraums gestattet, davon berichtete Amir Tsarfati. Sicherlich spielt die Bedrohung aus dem Iran dort eine Rolle. Das zeigt uns, dass der Frieden mit Israel in der Realität schon da ist und er nur noch auf dem Papier realisiert werden muss. Es ist sicherlich sehr bald so weit. Diese Entwicklung passt perfekt zum Szenario des Kriegs von Gog und Magog. Dieser Krieg wird sehr bald kommen. Ob Saudi-Arabien tatsächlich auf die Schaffung eines ‘palästinensischen’ Staates bestehen wird bleibt abzuwarten, Worte sind billig im Nahen Osten. 

Mir fiel auf, dass auf der Konferenz immer wieder die Worte ‘Frieden’ und ‘Sicherheit’ gebraucht wurden und ich muss daran denken, dass “Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen” (1. Thessalonicher 5,3). Das Verderben kommt ‘über sie’, nicht ‘über uns’, denn für uns gilt: “Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erlangen des Heils durch unseren Herrn Jeschua den Messias, der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben. Deshalb ermutigt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!” (1. Thessalonicher 5,9-11). Diese Worte sind im Kontext der Entrückung geschrieben. Die Entwicklung mit Saudi-Arabien sollte uns also eher freuen als beunruhigen.

 

Quellen: jpost.com und jpost.com

9 Gedanken zu „BREAKING NEWS: Saudi-Arabien sagt, dass Normalisierung mit Israel möglich ist

  • 07/12/2020 um 21:22
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    Lieber Henry,

    vielen Dank für diesen Beitrag und vor allem den letzten Teil, wo du nochmals “Frieden & Sicherheit” erwähnt hast. Es macht mich wirklich froh zu sehen, wo wir momentan wirklich stehen.

    J.D. Farag hat in seiner gestrigen “Bible Prophecy” auch das Thema “The Great Reset” gehabt und auch hier aufgezeigt wo wir gerade stehen und wie dicht die Trübsal und somit auch die Entrückung ist

    https://www.youtube.com/watch?v=fdV3b8Lizf0

    Ich kann es kaum erwarten bis wir endlich hier abgeholt werden und bete täglich für uns Wiedergeborene Christen um Kraft, Ausdauer, Ruhe und Gelassenheit.

    Viele Grüße
    Stephan

    Antwort
    • 08/12/2020 um 18:42
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      Hallo Stephan,

      danke für das Teilen des Links. JDs Video habe ich auch schon gesehen. Er macht echt einen super Job! Vielen vielen Dank, dass du täglich für uns alle betest! Ich sehe an den Kommentaren wie wichtig das ist! Und ganz ehrlich, diese Zeit fordert echt einiges von uns.

      LG und Gott sei mit dir!
      Henry

      Antwort
  • 10/12/2020 um 10:56
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    Hallo Henry,
    danke für deinen Beitrag!
    Kannst du mir noch mal erklären warum die Friedensverträge perfekt zum Krieg von Gog und Magog passen?
    Und von der zeitlichen Abfolge habe ich noch eine Frage :
    Vor dem Krieg von Gog und Magog werden wir entrückt. Gott selbst wird die Israeliten aus diesem Krieg erretten.
    Und der Antichrist erscheint und bringt Israel den lang ersehnten Frieden, allerdings nur für die 3,5 Jahre und dann ist wieder Krieg.
    Oder zeigt sich der Antichrist vor Gog und Magog?

    Irgendwie kann ich Gog und Magog nicht richtig einordnen glaub ich…
    Vielleicht kannst du mir weiterhelfen?

    Vielen Dank schon mal!
    LG Nelli

    Antwort
    • 12/12/2020 um 20:01
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      Hallo Nelli,

      ich habe es schon länger auf dem Herzen, diesen Krieg noch mal genau zu erklären, hoffe, dass ich bald schaffe. Bei diesem Krieg gibt es eine Reihe von Staaten, die Israel nicht mit angreifen, sondern gegen den Angriff protestieren. Diese sind auf der Arabischen Halbinsel. Deshalb passt die Entwicklung mit dem Abraham Accord so perfekt, um diesen Krieg vorzubereiten. Auch die Angreifer sind schon langsam auf dem Weg Richtung Israel (nur Trump schreckt sie noch ab, denke ich).

      Es kann sein, dass wir noch den Beginn dieses Krieges mitgekommen, allerdings wird er sehr schnell entschieden werden. Ich bin mir da nicht ganz sicher. Auf jeden Fall erwarte ich den Antichristen nach diesem Krieg, um dann Ordnung zu bringen (so wie du schreibst).

      LG und Gott sei mit dir!
      Henry

      Antwort
  • 13/12/2020 um 19:27
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    Vielen Dank Henry!
    Das wäre schön, wenn du mal etwas über Gog und Magog schreiben würdest. Es gibt auch ein paar interessante Predigten bei Youtube darüber.

    LG Nelli

    Antwort
    • 14/12/2020 um 13:28
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      Hallo Nelli,

      ich bin dabei, weil ich auch schon gemerkt habe, dass das wichtig ist. Ich hatte früher nicht erwartet, dass dieser Krieg jetzt so in den Fokus gerät. Da möchte ich gerne noch was zu schreiben und plane das für heute.

      LG, Henry

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      • 15/12/2020 um 19:39
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        Hallo Francis,

        da bist du mir knapp zuvor gekommen! Danke für die Untersützung! Es ist echt unmöglich für einen Einzelnen bei dem Tempo mitzuhalten, in dem die Dinge jetzt geschehen, d.h. unser Herr steht vor der Tür. 😉

        LG, Henry

        Antwort

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