Die Ordnung des Jubeljahrs

der Schall des Schofars bringt die Wiederherstellung im Jubeljahr

Im 3. Buch Mosche gibt Gott den Israeliten die Anweisung für das Jubeljahr. Dieses wird nach 7 mal 7 Jahren als 50. Jahr gefeiert und im Jubeljahr wird “jeder wieder zu seinem Eigentum kommen und jeder zu seiner Sippe zurückkehren”. Verpachtete Felder werden zurückgegeben und Sklaven freigelassen. Alles kehrt zu seinen rechtmäßigen Eigentümern zurück. Alle 50 Jahre wiederholt sich das Jubeljahr. Hier ist die Anweisung aus der Thora dazu:

“Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes einsammeln. Aber im siebten Jahr soll ein ganz feierlicher Sabbat für das Land sein; ein Sabbat Adonais. Dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden, den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht einernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht abschneiden. Ein Jahr der Sabbatfeier soll es für das Land sein. Und der Sabbatertrag des Landes soll euch zur Speise dienen, dir und deinem Knecht und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem Beisassen, die sich bei dir aufhalten. Auch deinem Vieh und den wilden Tieren, die in deinem Land sind, soll all sein Ertrag zur Speise dienen. Und du sollst dir sieben Sabbatjahre zählen, siebenmal sieben Jahre, so dass die Tage von sieben Sabbatjahren dir 49 Jahre ausmachen. Und du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, ein Lärmhorn erschallen lassen; an dem Versöhnungstag sollt ihr ein Horn durch euer ganzes Land erschallen lassen. Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen, und sollt im Land Freilassung für all seine Bewohner ausrufen. Ein Jubeljahr soll es euch sein, und ihr werdet jeder wieder zu seinem Eigentum kommen und jeder zu seiner Sippe zurückkehren” (Wajjikra 25,3-10).

Interessanterweise ist die Ordnung des Jubeljahrs nicht auf das alte Israel beschränkt. Sie gilt heute noch und kehrt ein Geschehen um, dass vor knapp 2000 Jahren passierte. Nachdem ihr Messias die Erde wieder verlassen hatte, blieb es für das jüdische Volk nicht nur beim Verlust ihres Königs. Im Jahr 67 starteten die Römer einen Feldzug, der 3 Jahre später zur Zerstörung des Zweiten Tempels, der Stadt Jeruschalajim und des jüdischen Staates führte. Der letzte jüdische Anführer war Ben Gurion und die letzten jüdischen Soldaten starben 1333 Tage nach der Zerstörung Jeruschalajims auf Masada. Damit begann das weltweite jüdische Exil. Aber die Ordnung des Jubeljahrs sollte alles umkehren und zur wortwörtlichen Auferstehung des Staates Israel führen. Diese Ordnung dreht wieder alles um und so verwundert es auch nicht, dass der 1. Staatsführer des modernen Israels ebenfalls Ben Gurion heißt und als Vornamen den Namen des 1. Königs des vereinten Israels, David, trug. Vor der Eroberung Jeruschaljims im Sechstagekrieg betraten jüdische Soldaten zum 1. Mal seit der Zerstörung des Staates Massada, um dort die Leichen der letzten jüdischen Soldaten zu finden. Bei ihnen lag die Prophetie “Siehe, ich öffne eure Gräber und lasse euch aus euren Gräbern heraufkommen als mein Volk und bringe euch ins Land Israel” (Jeheskel 37,12). Genau 1333 Tage später betraten die Soldaten im Sechstagekrieg Jeruschalajim und befreiten die Stadt im Sechstagekrieg. Auch wenn ich wenn ich dien ganze Jubeljahrwiederherstellung hier nur knapp wieder gebe, es gibt unglaublich viele kleine Details und die Jubeljahre sind sehr eng mit einander verwoben und greifen ineinander. 

 

Nehmen wir 67 als Startpunkt und schauen durch die Geschichte auf die Jahre, die mit 17 und 67 enden. Dazu sollten wir auch bedenken, dass der Schofarruf das Jubeljahr einläutet und den Besitz zurückgibt. Wir überspringen einen großen Zeitraum bis zu dem Punkt, an dem das Heilige Land das letzte Mal vor der Rückgabe an das jüdische Volk den Besitzer wechselte:

1517: Im Jahr der Reformation wird Jeruschalajim vom Osmanischen Kalifat unter Suliman den Prächtigen erobert und bleibt für die Zeit von 7 Jubeljahren (350 Jahren) unverändert in türkischer Hand. Im Hebräischen ist die 7 die Zahl der Vollkommenheit. Mit dem Beginn des 8. Jubeljahrzyklusses müsste demnach etwas Neues beginnen.

1867:  Mark Twain bereist das Heilige Land und gibt Zeugnis von dem desolaten Zustand des Landes und seiner Reise in seinem Tagebuch, dass später als ein Buch (The Innocents Abroad) veröffentlicht wurde und ihn berühmt machte. Er erfüllt damit die Prophetie von dem Fremden aus einem fernen Land, die dem Wiederaufbau vorangehen musste. Zeitgleich mit ihm ist Charles Warren in Jeruschalajim und vermisst die Stadt und gräbt auch die antike Davidstadt wieder aus, die bezeugt, wer der rechtmäßige Eigentümer ist. Es wird dokumentiert, was zurückgegeben werden soll.

1917: Am 2. November wird die Balfour-Deklaration in England veröffentlicht, sie bekundet die Absicht eine Heimstätte für das jüdische Volk im Heiligen Land zu schaffen. Der Brite Edmund Allenby kämpft im 1. Weltkrieg gegen die Türken und Deutschen im Heiligen Land. Ihm gelingt es Jeruschalajim am 9. Dezember aus türkischer Hand zu befreien und beendet damit die türkische Herrschaft über Jeruschalajim. Aus Respekt Jeschua gegenüber reitet er nicht in die Stadt, sondern betritt sie zu Fuß.  

1967: Jüdische Soldaten betreten während des Sechstagekriegs zum 1. Mal seit der Zerstörung Jeruschalajims die Stadt durch das Löwentor am 7. Juni. Und dringen bis zur Kotel (“Klagemauer” besser Westmauer) vor und der Rabbi Schlomo Goren (geboren im Jubeljahr 1917) bläst dort den Schofar. Tempelberg war früher ein Dreschplatz, Goren bedeutet sowohl Dreschplatz als auch Horn.

2017: Am 6. Dezember Donald Trump erkannte Jeruschalajim als Isreals Hauptstadt an. So wie schon zuvor König Cyrus erkannte Donald Trump als ein Regierungsoberhaupt mit weltweit großer Macht diese Stadt offiziell an. Der Name Donald bedeutet ‘Weltherrscher’ und der Name Trump ‘Trompete’. Der Schofar, oder die Trompete, erschallte im Jubeljahr erneut und gab den Besitz seinen ursprünglichen Eigentümern zurück.

 

Heute 2019 sind wir mit der Auferstehung Israel sehr weit fortgeschritten. Der Staat existiert wieder, Jeruschalajim ist in jüdischer Hand und durch die USA und andere Staaten anerkannt. Noch fehlt die vollständige Herrschaft über den Tempelberg und der Tempel, bevor nach der Ordnung des Jubeljahrs als letzter Wiederherstellungsschritt der Messias als König Israels kommen kann.

Dies wird aber nicht mehr bis 2067 dauern, wie man nun vermuten könnte, denn der Dritte Tempel ist vollständig vorbereitet zum sofortigen Bau. Die Zeitspanne für den Bau ist begrenzt, denn für die Einweihung ist das Reinigungswasser aus der Asche und dem Blut der jungen roten Kuh notwendig. Nur das makellose Exemplar, dass 2018 geboren wurde, kann die Reinigung bewirken. Bei einer Lebenserwartung von 15 Jahren und der Voraussetzung, dass die Kuh jung sein muss, bleibt nur noch maximal bis 2023 Zeit, um den Tempel zu bauen. Je nach Gelehrtem ist die Zeitspanne sogar deutlich kürzer, großer Konsens besteht bei einem Alter zwischen 2 bis 3 Jahren. Wie ernst dieses Zeitlimit genommen wird, zeigt das Üben der Opferung der roten Kuh im August 2019.

Die Ordnung des Jubeljahres bringt den Messias Jeschua sehr bald zurück zu Israel und zu uns.