BREAKING NEWS: Operation Tzur Israel holt über 400 Olim aus dem Krisengebiet in Äthiopien

416 Olim werden am Ben Gurion Airport von Benjamin Netanjahu, Benjamin Gantz, Aliyah-Ministerin Pnina Tamano-Shata und Isaac Herzog von der Jewish Agency herzlich empfangen

Seit 1867 kehrt das jüdische Volk in sein Heimatland Israel zurück. Dieser Prozess wird Aliyah (עליה) genannt und bedeutet so viel wie hinaufziehen. Das Wort Aliyah beschreibt auch den Aufstieg des Tempelbergs. Die Rückkehrer die nach Israel einwandern werden Olim (עולים) genannt. Mit der Staatsgründung 1948 verzehnfachte sich die Aliyah, auch die Befreiung Jeruschalajims im Sechstagekrieg 1967 führte zu einem deutlichen Anstieg. Mit dem Fall des Eisernen Vorhang machten viele russische Juden Aliyah nach Israel. Seit 2018 gibt es in Israel mehr Juden als in jedem anderen Land der Welt. Trotz der enormen Leistung, die der kleine jüdische Staat bei der Aufnahme der Olim gebracht hat, leben immer noch viele Juden außerhalb des Heiligen Landes. Besonders die Juden in Äthiopien haben es schwer, denn sie warten schon sehr lange auf die Möglichkeit nach Israel einzuwandern und sind aktuell von Krieg bedroht. Dies führte nun dazu, dass der Staat Israel die Operation Tzur Israel ins Leben rief, die die Juden zügig aus Äthiopien holen möchte. Am Donnerstag kamen bereits 416 von ihnen am Flughafen in Tel Aviv an und wurden von Regierungsvertretern herzlich begrüßt.

Auf die ankommenden äthiopischen Juden wartete am Ben Gurion Flughafen eine herzliche Zeremonie. Die Wichtigkeit ihrer Heimkehr wurde dadurch unterstrichen, dass Premierminister Benjamnin Netanjahu, Benjamin Gantz, die Einwanderungs- und Absorptionsministerin Pnina Tamano-Shata und Isaac Herzog von der Jüdischen Agentur anwesend waren, um zu den Neuankömmlingen zu sprechen. Der 1. Olim, der das Flugzeug der Ethiopian Airlines verließ, blies einen Schofar, der in der jüdischen Tradition verwendet wird, um einen Moment der Erlösung zu signalisieren. Viele der Olim stoppten als sie aus dem Flugzeug stiegen, um den Boden zu küssen und liefen dann mit ihren wehenden Israelfahnen den toten Teppich weiter. Eine ganze Menge war in traditionelle äthiopische Gewänder gekleidet und viele Frauen hielten Babys in ihren Armen. Begrüßt wurden sie mit festlichen hebräischen Liedern über Lautsprecher.

Für die Olim ist ein jahrelanger Traum endlich Wirklichkeit geworden, manche haben 15 Jahre und länger auf diesen Augenblick gewartet. Benjamin Netanjahu war davon sehr gerührt und sagte: “Ich kann mich nicht erinnern, von einem so brennenden Anblick des Zionismus so bewegt worden zu sein.” Er gestand: “Ich hatte Tränen in den Augen.” Und sagte: “Dies ist der Zweck der zionistischen Geschichte, der jüdischen Geschichte.”

Zu den Olim sagte er: “Ihr werdet schon bald unsere Hauptstadt Jeruschalajim besuchen können, und an der Westmauer beten. In einer Woche werdet ihr die ersten Chanukkakerzen anzünden, hier, in Israel, und das Licht wird auch tief in euer Herz fallen. Wir wünschen euch eine erfolgreiche Einbürgerung. Im Geist der Worte des Propheten Jeheskel: ‘Ich bringe sie hinaus von den Völkern, und sammle sie aus den Ländern und werde sie in ihr eigenes Land bringen; und ich werde sie auf den Bergen Israel ernähren, an den Strömen und auf dem ganzen bewohnten Teil des Landes.’ Willkommen in Israel. Geht hinein und seid erfolgreich.”

“Ich bin bewegt, hier zu sein”, sagte auch Benjamin Gantz, der sich daran erinnerte, dass er als Offizier der israelischen Armee (IDF) 1991 an der geheimen militärischen Operation Solomon teilgenommen hatte, einer Luftbrücke, die innerhalb von eineinhalb Tages über 14.000 äthiopische Juden ins Land brachte. Dabei wurde auch der Rekord für die höchste Menschenanzahl bei einem Flug aufgestellt, bei dem sogar noch ein Kind während des Fluges geboren wurde. “Der Staat Israel wurde als Heim für das jüdische Volk eingerichtet”, sagte Gantz. “Willkommen in Israel, willkommen an die, die nach Hause zurückkehren.”

Die anwesende Aliyah-Ministerin Pnina Tamano-Shata war als junges Mädchen in der Operation Moses im Jahr 1984 mit 6.000 äthiopischen Juden aus dem Sudan nach Israel gekommen. Sie lobte die Einheitsregierung dafür, dass sie trotz der lähmenden politischen Blockade die notwendigen Maßnahmen ergriffen hatte, um zu genehmigen, dass mehr äthiopische Juden nun Aliyah machen können.

“In einem Moment, der über die Kämpfe hinausging”, traf die Einheitsregierung Entscheidungen, die Leben retteten, sagte Tamano-Shata. “Sie können sich nicht vorstellen, wie gefährlich die Situation in Äthiopien jetzt ist”, sagte sie und bezog sich auf einen anhaltenden internen Konflikt in der nördlichen Region des Landes. Sie versprach: “Die Juden von Äthiopien werden nicht vergessen.”

Nach Jahren der Träume und Ängste “sind Sie jetzt im jüdischen Staat”, sagte der Vorsitzende der Jüdischen Agentur Isaac Herzog zu den Neuankömmlingen.

Die Zeremonie endete mit einer Wiedergabe der israelischen Nationalhymne “HaTikva” (Die Hoffnung), die von der Sehnsucht des jüdischen Volkes nach Rückkehr in die nationale Heimat von seiner weltweiten Verbreitung spricht.

Für viele der Hunderten Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Äthiopien, die im Rahmen der Operation Tzur Israel (Operation Felsen von Israel) am Donnerstagmorgen nach Israel kamen, war es seit Jahrzehnten das 1. Wiedersehen mit Familien und Verwandten, die in der Vergangenheit nach Israel eingewandert waren.

Noch immer warten Tausende Menschen mit jüdischen Wurzeln in Äthiopien darauf, auch die Möglichkeit zu bekommen Aliyah nach Israel zu machen. Der jüdische Staat hat sich das Ziel gesetzt 2.000 bis Januar 2021 aus Äthiopien, trotz der Coronakrise, zu holen. Sie sind von dem jüngsten Kriegsausbruchs in der nördlichen Tigray-Region bedroht. Israel hat sich zum Ziel gesetzt, alle äthiopischen Juden nach Hause zu holen.

Trotz der erschwerten Bedingungen während der Coronakrise haben es dieses Jahr bereits 15.000 Juden geschafft Aliyah zu machen.

 

Kommentar: Es macht mich sehr glücklich, dass die ersten äthiopischen Juden nach längerer Zeit nun nach Israel gekommen sind. Die endzeitliche Rückkehr des jüdischen Volkes ins Land Israel ist in der Bibel mit weit über 100 Prophetien vorausgesagt. Gott geht dabei in einem Dreischritt vor: Aliyah, Klittah, Jeschua. Nach der Aliyah beginnt der Prozess, der Klittah (Einwurzelung) genannt wird. Ist dieser erfolgreich, finden viele der Olim ihrem Messias in ihrem Land. Die Rückkehr des Volkes geht der Rückkehr ihres Königs voran. 

Gebetsanliegen: Gerade die äthiopischen Juden haben einen schweren Stand. In Israel werden sie leider häufiger als Juden 2. Klasse betrachtet und auch die Aliyah war lange Zeit schwierig. Seit dem Pnina Tamano-Shata die neue Aliyah-Ministerin ist haben es die äthiopischen Juden leichter, denn sie hat selbst äthiopische Wurzeln. Auch wenn Israel jetzt beschlossen hat, die verbliebenen äthiopische Juden zu holen, ist dies eine Herausforderung und die Zeit drängt auch, denn die Juden sind in Äthiopien bedroht. Es ist ein Anliegen, dass sie schnell und sicher nach Israel geholt werden können und dort einen guten Start haben. Viele von ihnen kommen aus ärmlichen Verhältnissen und müssen sich im modernden Leben erst zurecht finden. Sie kommen von der “3. Welt” in die “1. Welt”. Den Umgang mit einem Telefon lernen viele erst in Israel. Ihr seht also wie groß die Herausforderung ist.

 

Quellen: ynetnews.com und timesofisrael.com

7 Gedanken zu „BREAKING NEWS: Operation Tzur Israel holt über 400 Olim aus dem Krisengebiet in Äthiopien

  • 06/12/2020 um 19:37
    Permalink

    Henry … mir kamen beim Lesen auch die Tränen es freut mich wirklichch sehr das sie zurück kommen mit Babys ….Ich darf nur nicht dran denken was auf sie zukommt….Gott sei immer bei Ihnen
    Danke für deine Berichte
    LG….Gudi

    Antwort
    • 06/12/2020 um 19:44
      Permalink

      Liebe Gudi,

      es ist wirklich schön zu sehen, wie Gott seine Versprechen hält. Das ist auch für uns eine große Ermutigung in dieser Zeit, deshalb teile ich es mit euch. Ich bin mir sicher, dass Juden während der Trübsal in Israel noch am besten aufgehoben sind und Gott auch sie am Ende retten wird. Ich bin überzeugt, dass jeder, der ihn von ganzen Herzen sucht, ihn auch finden wird. Aber es wird hart, keine Frage.

      LG, Henry

      Antwort
      • 06/12/2020 um 19:58
        Permalink

        Wie schön. Halleluja! Was für eine Erlösung!
        Wir beten darum, dass die Olim eine zweite Erlösung erleben.
        “und alle die befreite, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.
        Hebräer 2:15”

        Antwort
        • 06/12/2020 um 20:07
          Permalink

          Ja genau, erst die Aliyah, dann die Einbürgerung und dann die Begegnung mit ihrem Messias! Einfach zu schön, das zu sehen.

          LG, Henry

          Antwort
  • 06/12/2020 um 23:06
    Permalink

    Es ist der Wille Gottes, dass sie heimkehren. Danke für den Bericht.

    Antwort
  • 07/12/2020 um 21:08
    Permalink

    Lieber Henry,
    vielen Dank für deine ermutigende Arbeit! Ich freue mich über JEDEN Schritt, der uns näher zur Entrückung bringt. Aber auch für Gottes Volk freue ich mich, denn es ist sein Augapfel.
    Dann bin ich manchmal verzweifelt, wie lange es noch dauern mag. Für mich ist jeder Tag zu lang hier auf Erden, auch wenn du gesagt hast, wir sollen einfach durchhalten.
    Gottes Segen Dir und uns Lesern!!!
    Der Herr kommt bald
    Helena

    Antwort
    • 08/12/2020 um 18:40
      Permalink

      Liebe Helena,

      ich weiß, dass das mit dem “einfach durchhalten” gar nicht so einfach ist. Theoretisch wissen wir, dass wir fest in Gottes Hand sind und uns nichts passieren kann, aber bei all dem was jetzt geschieht ist das Herz manchmal schwer zu glauben. Ich kann dir leider auch nicht genau sagen, wie nahe wir dran sind, aber wir müssen sehr sehr nahe sein, das sagen uns die Zeichen, die wir jetzt sehen können (laut Pastor Tom Hughes sind es mindestens 800)!

      In dieser Zeit wünschen wir uns glaube ich alle, dass der Herr kommt. Bis wir es endlich geschafft haben, halten wir zusammen und stärke und ermutigen uns gegenseitig.

      Sei ganz lieb gegrüßt!
      Henry

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.