BREAKING NEWS: Netanjahu verspricht Annexion aller jüdischen Orte im Jordantal am 1. Juli

die Annexion soll am 1. Juli beginnen

Als der US-Friedensplan im Januar 2020 veröffentlicht wurde, war unter vielen Juden und Christen die Befürchtung, dass Donald Trump beabsichtige Eretz Israel (Land Israel) in einen israelischen Staat und einen ‘palästinensischen’ Staat zu teilen und damit der oft propagierten Zweistaatenlösung nachzukommen. Bereits mit der Veröffentlichung fingen Interessierte an, den Plan zu analysieren und die Inhalte zu präsentieren. Dabei wurde schnell klar, dass der Plan nicht beabsichtigt, Jersuschalajim oder Israel zu teilen, sondern dem jüdischen Staat Rechte einräumt, die unabhängig von dem Handeln der ‘Palästinenser’ sind. Während diese für sie unvorstellbare Hürden überwinden müssten, um ihren eigenen Staat zu bekommen, wurde Israel das Recht zur Annexion* von Teilen von Jehuda und Schomron (Judäa und Samaria) eingeräumt. Nachdem Israel seit Mai wieder eine handlungsfähige Regierung hat, laufen die Vorbereitungen für die Annexion. Netanjahu versprach, dass am 1. Juli alle jüdischen Ortschaften annektiert werden sollen. 

Um den Weg für die Annexion weiter zu ebnen und Bedenken auszuräumen, traf sich der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit den Siedlerführern und Bürgermeistern der betroffenen Orte. Er versicherte ihnen, dass eine jetzige Annexion nicht automatisch den Palästinensern einen eigenen Staat geben würde. Auch teilte Netanjahu den 11 Siedlerführern gestern mit, dass er alle jüdischen Siedlungen im Westjordanland am 1. Juli annektieren möchte. Von dem allgemein als “umstrittenes Gebiet” bezeichneten Territorium gesteht der der US-Friedensplan 30% Israel zu. Netanjahu sagte, dass es wahrscheinlich mehr Zeit benötige, um das gesamte zugedachte Gebiet zu annektieren, weil das amerikanisch-israelische Team, das mit der Kartierung beauftragt ist seit längerem über Verzögerungen berichtet.

Nach Netanjahus Aussagen sollen Anfang Juli 3% des Westjordanlandes annektiert werden. In diesem Bereich leben etwa 450.000 Israelis in 132 Orten. Letzte Woche gab es noch Berichte, dass es “höchst unwahrscheinlich” sei, dass die USA den 1. Juli als Datum genehmigen würden. Die verbliebenen 70%, die der US-Plan den ‘Palästinensern’ unter bestimmten Bedingungen anbietet, würde Netanjahu den ‘Palästinensern’ nicht anbieten, sagte eine Quelle, die beim Treffen gegenwärtig war, aber anonym bleiben möchte.

Bei dem Treffen waren auch Knessetsprecher Yariv Levin und Siedlungsminister Tzipi Hotovely anwesend. Die meisten Bürgermeister der betroffenen Orte signalisierten ihre Unterstützung für den Friedensplan, keiner kritisierte Netanjahus Vorschlag. Sie bildeten damit das Gegengewicht zu den Siedlerführern, die sich vehement gegen den Plan aussprachen. Einer sagte, dass er bewiesen habe, dass Trump kein Freund Israels sei und ein anderer drohte, ihn in die Luft zu sprengen, wenn das Weiße Haus die Siedlerführer weiterhin über die Details im Unklaren lassen würde.

Letze Woche traf sich Netanjahu mit den Siedlergegnern des Plans, dieses Treffen wurde von einem der anwesenden Bürgermeister als “alles andere als positiv” bezeichnet. Die Teilnehmer hätten das Gefühl gehabt, dass die Annexionspläne offenbar verschwunden seien und Netanjahu es nicht geschafft hätte, ihre Bedenken auszuräumen. Die höheren Siedlerführer des Yesha-Rates behaupteten, dass der Plan alle wichtigen Autobahnen im Westjordanland in die Händen der ‘Palästinenser’ geben würde und sie deshalb und für Siedler unzugänglich seien. Sie stützten sich dabei auf die vorgeschlagene Karte, die Grundlage für Verhandlungen darstellen sollte und bei der Veröffentlichung des Friedensplans präsentiert wurde. Sie befürchten außerdem, dass 17 Orte zu Enklaven werden und dass der Ausbau gestoppt werden würde. Laut Eliyahu Gafni, dem Vorsitzender des Emmanuel Local Council, sagte Netanjahu den Siedlerführern gestern, dass durch den Plan “keine Stadt oder Straße geschädigt wird”.

“Die Autobahnen 60, 90, 55, 5 werden alle unter israelischer Sicherheitskontrolle bleiben”, sagte Igal Lahav, Vorsitzender des Gemeinderats von Karnei Shomron und bezog sich dabei auf alle wichtigen Verkehrsadern im Westjordanland. Auch Netanjahu versicherte den Siedlerführern, dass Enklaven an Straßen angebunden bleiben würden. Auch die Entwicklung soll im bestimmten Rahmen möglich bleiben, sagte Ariels Bürgermeister Eli Shaviro. Er bezeichnete das Treffen als “ausgezeichnet” und sagte, dass alle Bürgermeister sich “sehr unterstützend” für den Plan fühlten.

Netanjahu versicherte den Siedlerführern, dass er daran arbeite, “so viel Land wie möglich innerhalb der von den Amerikanern gewährten engen Zeitspanne” zu annektieren, berichtete ein Zeuge. Shaviro versicherte, dass die Bürgermeister Trump als “wahren Freund Israels” ansehen würden und bat diese Botschaft ans Weiße Haus weiterzuleiten. Shaviro sagte noch, dass er, obwohl er “nicht religiös” ist, betet, dass Trump grünes Licht für die Annexion bis zum 1. Juli geben wird.

Für gestern Abend war auch noch ein Treffen von Netanjahu mit Verteidigungsminister Benjamin Gantz und Außenminister Gabi Ashkeanazi anberaumt, um weitere Details der Annexion zu erörtern.

 

Kommentar: Wir sehen vor unseren Augen, wie der US-Friedensplan langsam Realität wird. Wesentlich pikanter als um die Annexion des biblischen Herzlandes Jehuda und Schomron dürfte es werden, sobald es um die Inhalte bezüglich des Tempelbergs geht, denn der Plan gesteht den Juden zu, ihren Glauben auf dem Tempelberg ohne Einschränkungen auszuüben, dies impliziert auch den Dritten Tempels.

 

* Der Begriff ‘Annexion’ ist eigentlich unpassend, denn er beschreibt normalerweise eine gewaltsame Einnahme eines Gebietes, dass einem anderen gehört. Israel hat jedoch einen legitimen historischen Anspruch auf das biblische Kernland Jehuda und Schomron (Judäa und Samaria), dieser geht auf eine Zeit vor der Befreiung im Sechstagekrieg 1967 zurück. In moderner Zeit wurde der Anspruch Israels auf dieses Gebiet auf der San Remo Konferenz 1920 und in den Mandatsentscheidungen des Völkerbunds 1922 anerkannt. Dabei ging es um die Anerkennung eines bereits existierenden Anspruch Israels. Statt von ‘Annexion’ zu sprechen ist es sinnvoller, zu sagen, dass Israel seinen Souveränitätsanspruch geltend macht.

 

Quelle: timesofisrael.com

5 Gedanken zu „BREAKING NEWS: Netanjahu verspricht Annexion aller jüdischen Orte im Jordantal am 1. Juli

  • 08/06/2020 um 21:27
    Permalink

    Ich finde es ganz wunderbar wenn teile von judäa und samaria annektiert werden.
    Jerusalem ist gottes/jahwehs stadt!dort wird er wohnen auf seinem heiligen berg,auf dem platz den könig david für ihn gekauft hat,immer hat ihm das gehört, scade das viele nationen das nicht sehen und ihm nicht gönnen.
    Gottes wille geschehe.

    Antwort
  • 13/06/2020 um 6:52
    Permalink

    Lieber Henry
    Zu den Annexionsplänen Israels hört man viele Meinungen und Stimmen. Mich würde deine Meinung dazu interessieren. Ist es richtig, im Sinne unseres Herrn Jeschuas, dies zu tun?

    Oder geht es hier einfach um die Erfüllung der Schrift, die den Bau des dritten Tempels vorhersagt.
    Im erstem Testament steht die Verkündung in Jesaja/Amos das friedliche Mit- und Nebeneinander ganz oben auf deren Verkündigung. Ich denke friedlich wird dies kaum ablaufen.
    Ich mache mir viele Gedanken zur kommenden Zeit und bin in grosser Erwartung auf unsere Entrückung durch Jeschua.
    Ich danke dir, wenn du mir deine Sicht diesbezüglich mitteilen könntest. Vielen Dank für deine wertvolle Seite!
    Gottes Segen für dich.
    Liebe Grüsse Jaqueline

    Antwort
    • 13/06/2020 um 16:56
      Permalink

      Liebe Jaqueline,

      danke für deine Frage. Bei den betroffenen Gebieten geht es um biblisches Kernland. Viele Geschichten aus der Bibel spielen dort. Nachdem Israel im Jahr 70 zerstört wurde und lange Zeit nicht existierte, begann 1867 die Wiederherstellung. Diese ist ein übernatürlicher Prozess, der nach der Ordnung des Jubeljahres und der Zahl 70 stattfindet. Das was vor der Zerstörung des Staates war, muss wiederhergestellt werden. Dazu gehört auch die Souveränität über das Land, dass Gott dem Volk Israel in der Thora zugesagt hat. Ob wirklich alles vorher in die biblischen Grenzen kommen muss, kann ich nicht sagen. Manche Gebiete mögen auch erst im 1000-jährigen Reich dazukommen.

      Jedenfalls muss Israel wiederhergestellt werden, damit Jeschua wiederkommen kann. Der Verlust Israels fing nicht mit der Zerstörung des Tempels, der Stadt oder der Nation an. Der erste und schwerwiegendste Verlust war ihr König, den sie als ganze Nation nicht annahmen. Mit seinem Gehen (Himmelfahrt) fing der Verlust an. Mit seinem Zweiten Kommen endet die Wiederherstellung für Israel.

      Heute sind wir an dem Punkt wo eigentlich nur noch der Tempel fehlt, deshalb berichte ich so ausführlich über das was auf dem Tempelberg passiert und was die Vorbereitungen für den Tempel angeht. Wir sind wirklich ganz kurz davor. Sobald unser König zurück ist, wird er von Jeruschalajim herrschen und die ganze Welt wieder auf den Zustand vor dem Sündenfall wiederherstellen. Das was im Anfang war, wird auch wieder am Ende sein, der Garten Eden.

      Bis es soweit sein wird, wird es noch Krieg und Unfrieden geben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Israels Feinde es ohne Widerspruch hinnehmen, wenn Israel die Souvernität erklärt. Jedenfalls bereitet sich die IDF (israelische Armee) auf das Schlimmste im Jordantal vor.

      Sei ganz doll gesegnet, unser Herr kommt sehr sehr bald!
      LG Henry

      Antwort
  • 13/06/2020 um 21:50
    Permalink

    Ganz lieben Dank für deine ausführliche Erklärung!

    Ich finde es schön, dass du dir die Zeit nimmst auf die Anfragen zu antworten.

    Alles Liebe weiterhin
    Lg Jaqueline

    Antwort
    • 14/06/2020 um 17:51
      Permalink

      Hallo Jaqueline,

      ja, ich versuche so schnell es geht Mails und Kommentare zu beantworten. Leider klappt es nicht immer gleich.

      LG Henry

      Antwort

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