RED ALERT: Jüdische Gebete zu Tisha B’Av erfüllen Jeruschalajim auch vom Tempelberg und Knesset gründet Tempelberglobby

Prayers of mourning across from the Temple Mount

Gepostet von Breaking Israel News am Mittwoch, 29. Juli 2020

Seit langem ist das jüdische Gebet und auch jedes andere nichtislamische Gebet auf dem Tempelberg verboten, Verstöße führten zu Verhaftungen. Seit Pessach 2019 wird der Status quo des Tempelberg massiv herausgefordert, denn Juden ist es seit dem möglich täglich laut auf dem Tempelberg zu beten. Als dann im März diesen Jahres der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg wegen der Coronakrise geschlossen wurden, hatte anbetende Juden den Tempelberg kurzzeitig für sich alleine. Der Status quo des Tempelbergs begann zu kippen, bis Muslime die Al-Aqsa-Moschee stürmten und damit die Schließung des gesamten Tempelbergs erreichten. Dieser wurde nach 70 Tagen wieder für Besucher geöffnet. Heute hat sich gezeigt, dass der Status quo nicht mehr derselbe ist wie vor der Coronakrise, denn zu Tischa B’Av, dem heutigen Trauertag an dem das jüdische Volk der Zerstörung der beiden Tempelberg gedenkt, erfüllten jüdische Gebete den Tempelberg und weitere Teile der Stadt Jeruschalajim. Außerdem wurde die ‘Lobby des Tempelbergs’ in Israels Parlament etabliert.

Tischa B’Av ist ein besonderer Tag im Monat Av, der an die Zerstörung der beiden jüdischen Tempel in Jeruschalajim erinnert. Dieses Jahr fiel Tischa B’Av vom Mittwochabend, den 29. Juli, bis heute Abend, den 30 Juli. Neben der Zerstörung der beiden Tempel an diesem Tag erinnert das jüdische Volk auch an eine Reihe weiterer Katastrophen. Fasten und verschiedene Trauerpraktiken wie das Sitzen auf dem Boden und Meiden von Lederschuhen gehören zu diesem Tag, an dem auch aus dem Buch Echa (Klagelieder) von Jirmejahu zitiert wird.

Um Juden zur Aliyah (Aufstieg auf den Tempelbergs) zu ermutigen, veröffentlichte das gemeinsame Hauptquartier der Tempelbergorganisationen im Vorwege eine Broschüre. Diese legte verschiedene Entscheidungen zum jüdischen Recht vor, um den Besuchern zu versichern, dass der Aufstieg richtig ist. Israels Oberrabbinat vertritt offiziell die Position, dass es Juden nicht gestattet ist, auf den Tempelberg aufzusteigen. Zusammenhängt dies auch mit der Befürchtung, dass man Ausversehen das Allerheiligste betreten könnte. Auch der Hinweis, dass Wasser trotz des Fastens mit auf den Tempelberg gebracht werden darf war enthalten, denn erfahrungsgemäß ist es zu Tischa B’Av sehr heiß und auch für gestern wurde außergewöhnliche Hitze erwartet. Man wollte so verhindern, dass Juden den Aufstieg wegen der Hitze unterlassen. Jedoch ist dies ein Bruch mit einer großen Tradition, der anzeigt, wie wichtig es den Tempelbergorganisationen ist, dass möglichst viele Juden heute den Tempelberg hinaufstiegen.

Rabbi Yehuda Kroizer, der Rabbi der Siedlung Mitzpe Yericho im Westjordanland und Leiter der ‘Jeschiwa der jüdischen Idee’ entschied, dass jemand, der den Tempelberg besucht, sich aber sehr schwach fühlt und Wasser trinken darf. Wenn möglich sollte es aber nur eine geringere Menge Wasser sein. Er sprach von 40 ml alle 9 Minuten. Außerdem sagte er, dass jeder, der den Tempelberg hinaufsteigen möchte zuvor zum Mikva (Ritualbad) gehen sollte, bevor Tisch B’Av beginnt, denn dort ist das Baden verboten, außer man ist noch unrein.

In Bezug auf das Verbot des Oberrabinats, den Tempelberg zu betreten, sagte Rabb Kroizer: “Meine Entscheidung mindert nicht die Bedeutung des Tages.” Er erklärte: “Umso mehr das Gegenteil. Der Aufstieg auf den Tempelberg spricht die Essenz des Tages an, die nicht nur nach dem schreit, was verloren gegangen ist. Auf die Bedeutung des Tages freuen wir uns auch. Der Tag soll uns für die Notwendigkeit des Tempels wecken. Der Aufstieg zum Tempelberg ist eine starke Erinnerung daran, was wir verloren haben, was uns fehlt und was wir noch tun müssen.”

“Die Trauer impliziert, dass der Tag in Zukunft ein Tag des Festes und der Freude wird”, sagte der Rabbi. Unterstützt wurde er von Elishama Sandman, dem Leiter der Interessenvertretung des Yera’eh-Tempelbergs. “Dies ist ein wichtiger Tag”, sagte dieser. “Wir müssen uns an die Zerstörung der Tempel erinnern. Wir müssen weinen und fasten. Aber wenn der Tag der Trauer vorbei ist, müssen wir aufstehen und mit dem Bauen beginnen.”

“Fortschritte auf dem Tempelberg finden täglich statt, aber es gibt spezielle Tage, an denen Sie weiter vorankommen können, Tage, an denen Trennwände fallen und Regeln gebrochen werden. Natürlich bezieht sich der Hinweis auf den Jerusalem-Tag und Tisha B’av”, schrieb Asaf Fried, der Sprecher der Tempelberg-Organisationen und bestärkte so den Aufsteig zu Tisha B’Av.

Nicht nur die Gebete, die den Tempelberg und andere Teile der Stadt Jeruschalajim erfüllten, markierten einen bemerkenswerten Meilenstein im Kampf um den Status quo des Tempelbergs. Auch politisch vollzog zu sich zu Tisha B’Av eine wichtige Veränderung. Gestern am Vorabend wurde in der israelischen Knesset die ‘Lobby des Tempelbergs’ eingerichtet. Geleitet wird sie von den Knesset-Mitgliedern Ariel Kallner und May Golan von der regierenden Likud-Partei des Premierministers Benjamin Netanjahu. Die Leiter sagten, dass Lobby sich dafür einsetzen werde, die jüdische Souveränität sowie die Präsenz auf dem Tempelberg zu stärken.

Kallner fügte hinzu: “Es ist symbolisch, dass wir die Lobby am Vorabend des 9. Av-Fastens eingerichtet haben.” Er sagte, dass die Lobby “funktionieren wird, um unseren Einfluss auf die heilige Stätte zu stärken. Es ist kein Zufall, dass die Menora des Tempels auch das Symbol des souveränen Staates Israel und der Auferstehung des jüdischen Volkes in seinem Land ist.” Kallner fügte einen Segen hinzu und erklärte: “Mögen diese Tage von Trauer zu Festen werden.”

Auch wenn sich die Lobby nicht direkt für den Bau des Dritten Tempels einsetzen werde, sagte Kallner, dass der Bau der “Traum des jüdischen Volkes” sei. Außerdem ist ein Ziel, dass jüdische Pilger vor Ort grundlegende Menschenrechte genießen sollen. Auch dort hat sich schon einiges getan, denn Juden ist es inzwischen gestattet, die exklusiv für Moslems geltenden Wasserspender auf dem Tempelberg zu nutzen. Dies ist ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Tempeldienst.

Golan fügte Kallners Ansichten hinzu: “Der Vorabend von Tisha B’Av ist eine historische Gelegenheit, sich daran zu erinnern, dass der Tempelberg der wichtigste Ort im Judentum ist. Die Grundrechte des jüdischen Volkes auf dem Tempelberg.”

Die Bewegung ‘Studenten für den Tempelberg’ und die ‘Stiftung für das Erbe des Tempelbergs’ werden die Aktivitäten der Lobby leiten. Sie gratulierten Kallner und Golan dazu, dass sie “diese entscheidende Lobby eingerichtet haben. Gemeinsam werden wir daran arbeiten, unsere Ziele für den Tempelberg aus der Knesset heraus zu erreichen.” Rabbi Yehuda Glick und Shuli Mualem hatten schon einmal eine ähnliche Lobby in der 20. Knesset gegründet. Jetzt hat die 23. Knesset ebenfalls eine Tempelberglobby.

 

UPDATE: Laut dem Tempelinstitut sind heute 978 Juden auf den Tempelberg gestiegen. Asaf Fried spricht von noch mehr: “Wir haben heute Morgen den Tempelberg bestiegen, in schwierigen und nicht einfachen Tagen für das Volk Israel, Tagen des Coronavirus, Tage sozialer Spannungen – Massen, mehr als tausend Menschen, bestiegen den Berg.” Yair Kehati von der ‘Rückkehr zum Berg’-Bewegung sagte: “Von den frühen Morgenstunden an, ab fünf Uhr morgens, begannen hier Minyanim (Gottesdienste); Hunderte von Juden stellten sich am Eingang auf.” Fried ergänzte: “20 oder 30 Gruppen traten am Morgen hinauf; es war sehr beeindruckend und aufregend. Wir durften das ganze Buch der Wehklagen auf dem Tempelberg sagen.” Kehati erklärte: “Wir wollen den Tempel schon bauen. Seit zweitausend Jahren warten und weinen wir und jetzt können wir es tun. Wir können nicht einfach nur weinen. Wenn genug Juden zum Tempelberg gehen können wir den Tempel bauen und die Opferdienst wieder aufnehmen. Es hängt nur von uns ab.”

 

Kommentar: Zu Tisha B’Av in diesem Jahr bewegt sich einiges was den Status quo des Tempelbergs weiter nachhaltig verändern wird. Wir sehen seit deutlich mehr als einem Jahr, dass sich das Blatt auf dem Tempelberg zugunsten der jüdischen Anbeter wendet. Dieser Prozess ist nicht aufzuhalten und wird in den Bau des Dritten Tempels münden. Der Tempel ist das letzte noch fehlende Stück in dem Wiederherstellungsprozess Israels, bevor ihr Messias nach der Trübsal zu ihnen zurückkehren kann, sobald sie ihn rufen.

Heute steht in den Losungen: “Seid stille vor Gott Adonai, denn Adonais Tag ist nahe” (Zefanja 1,7) und “Wer Ohren hat zu hören, der höre!” (Markus 4,9). Passend, oder?

 

Quellen: jpost.com, breakingisraelnews.com und breakingisraelnews.com

2 Gedanken zu „RED ALERT: Jüdische Gebete zu Tisha B’Av erfüllen Jeruschalajim auch vom Tempelberg und Knesset gründet Tempelberglobby

  • 31/07/2020 um 18:34
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    Möge das langsam mal von statten gehen. Ich sehne mich so nach der Wiederkunft meines HERRN und Heiland es.

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    • 02/08/2020 um 11:35
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      Noch kein kleines bisschen Geduld. Es ist fast geschafft.

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