“Judenasche gegen Rechts”

Ruine einer Gaskammer von Auschwitz – ein Ort unbeschreiblichen Grauens

Das Künstlerkollektiv ‘Zentrum für politische Schönheit’ hat im Berliner Regierungsviertel eine Gedenkstätte für die Schoa eingerichtet. Was auf den 1. Blick sehr lobenswert und wichtig erscheint, ist auf den 2. Blick kaum mit Worten zu beschreiben.

Die am Montag gegenüber dem Reichstag errichtete Gedenkstätte enthalte laut Pressemitteilung “Knochenkohle, sedimentierte Asche und menschliche Fragmente” der Opfer der Schoa aus Auschwitz und 22 anderen Tatorten des Holocausts. Laboruntersuchungen der Proben hätten “in über 70 Prozent Hinweise auf menschliche Überreste” ergeben. In der aufgerichteten Metallsäule sind Glaselemente verbaut, die den Blick auf die Überreste freigeben.

Die Gedenkstätte ist vorläufig nur bis zum 7. Dezember genehmigt worden. An diesem Tag soll es dort eine Veranstaltung geben, zu der Politiker der CDU/CSU eingeladen worden sind. Man will eine rein hypothetische zukünftige Kollation der CDU/CSU mit der AfD verhindern, denn die Politiker sollen dann vor Ort “feierlich geloben, jeden Versuch der Diktatur im Keim zu ersticken und niemals – niemals! – eine Regierung mit Hilfe oder mit Duldung der AfD zu bilden, solange diese von Verfassungsfeinden, Holocaust-Leugnern und Faschisten dominiert wird”.

Die Vorsitzende des Fördervereins ‘Denkmal für die ermordeten Juden Europas’ Lea Rosh sagte zu der Aktion: “Es ist ja eine politische Botschaft, die damit einhergeht. Es ist die Botschaft: Guckt hin, hier ist die Macht an die Nazis übertragen worden.”

Allerdings sind nicht alle begeistert von dem Denkmal, so auch nicht der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner: “Auschwitz-Überlebende sind bestürzt darüber, dass mit diesem Mahnmal ihre Empfindungen und die ewige Totenruhe ihrer ermordeten Angehörigen verletzt werden.”

 

Kommentar: Als ich von diesem Denkmal gehört habe war ich ehrlich gesagt schockiert. Hier werden die Opfer der Schoa leibhaftig für linke Progagandazwecke gegen die AfD instrumentalisiert, um eigene politische und ideologische Ziele zu erreichen und den politischen Feind zu schwächen. Dazu sind die toten Juden anscheinend noch gut genug. Während solche Missbräuche bisher verbaler Natur waren, sind sie nun ‘realer Natur’.

Wie auch immer man zur AfD stehen mag, diese Aktion “Judenasche gegen Rechts” ist so etwas von unwürdig und absolut respektlos und verachtend gegenüber den Opfern der Schoa. Neben dem Wort ‘pervers’ fällt mir nur noch ‘abartig’ oder ‘satanisch’ ein, um das Ganze zu beschreiben. Die Messlatte für vorstellbare Widerwärtigkeit wurde ins Bodenlose versenkt! Der Gipfel der Perversion ist, dass man beim Fundraising für 75€ einen Würfel mit echter Judenasche erstehen kann. Noch gewichtiger wird dieser “Greul der Verwüstung” dadurch, dass jüdische Gräber im Gegensatz zu christlichen niemals aufgelöst werden.

Spätestens seit 2015 haben wir eine viel größere antisemitische Gefahr im Land, die zu bekämpfen gerade nicht politisch gewollt ist. Hier müsste man ernsthaft ansetzen, wenn man Antisemitismus wirkungsvoll entgegentreten wollte. Rufe wie “Juden ins Gas” sind in Deutschland wieder zu hören, dieses Mal von Moslems. Da man sich aber nicht traut das goldene Kalb namens Islam anzutasten, bleibt es bei den absurden Aktionen, in die sich auch “Judenasche gegen Rechts” einreiht. Was ist nur aus unserem Land geworden?

 

Quelle: rbb24.de

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