BREAKING NEWS: Israel und Saudi-Arabien verhandeln Kontrolle über Tempelberg

auch innermuslimisch wird um die Hoheit auf dem Tempelberg gekämpft

Seit Sonntagmorgen ist der Har HaBeit (Tempelberg) wieder für Besucher geöffnet, nachdem er für 70 Tage wegen der Coronakrise geschlossen wurde. Zuvor wurde sehr um die Hoheit auf dem Tempelberg gekämpft und der Status quo geriet massiv ins Schwanken und war dabei zu kippen. Auch wenn es auf den 1. Blick so scheinen mag, als wäre 70 Tage lang Ruhe gewesen, so spielte sich doch hinter den Kulissen der Machtkampf weiter ab. Dieser war allerdings nicht zwischen Juden und Muslimen, sondern innerhalb der islamischen Welt. 

Derzeit liegt die Verwaltung des Tempelbergs bei der Waqf (jordanische Tempelbergorganisation), die bisher darauf bestand, dass sich an der Zusammensetzung der Waqf nichts ändern dürfte. Jedoch veränderte sich ihre Haltung in den letzten Monaten. Die Entwicklung, die dazu beigetragen hatte begann, als Israel versuchte nach den Zusammenstößen am Gnadentor Metalldetektoren zu installieren. Daraufhin hatte die Waqf ‘palästinensische’ Vertreter ernannt, diese wiederum erlaubten türkischen Organisationen auf dem Tempelberg zu wirken und Stiftungen zu gründen, die von der türkischen Regierung mit Millionenbeträgen unterstützt wurden.

Gestern wurde bekannt, dass Israel und Saudi-Arabien geheime Verhandlungen geführt haben, damit saudische Vertreter der Waqf beitreten können. “Dies sind sensible und geheime Diskussionen, die mit einem kleinen Team von Diplomaten und hochrangigen Sicherheitsbeamten aus Israel, den USA und Saudi-Arabien mit Zweideutigkeit und geringer Intensität geführt werden, um den Deal des Jahrhunderts voranzutreiben”, sagten hochrangige saudische Diplomaten. Jordanien hatte sich dazu entschlossen, die Einsetzung saudischer Vertreter in der Waqf zu überdenken, nachdem der türkische Einfluss zunahm. Dabei solle der einzigartige Status Jordaniens unberührt bleiben, denn die Überlegung Saudi-Arabien ins Boot zu holen, soll vorrangig dazu dienen, dass Saudi-Arabien ebenfalls Millionenbeträge zur Verfügung stellt, um die nichttürkischen Stiftungen zu stärken. Außerdem könne Saudi-Arabien politischen und diplomatischen Druck ausüben, um die türkischen Organisationen zu entfernen.

Ein arabischer Diplomat sagte, wenn die Jordanier der Türkei erlauben würden, auf dem Tempelberg zu operieren, ohne sich einzumischen, würde Jordanien “in seiner Definition in der besonderen Position der Verwaltung der heiligen Stätten des Islam nur ‘auf dem Papier’ bleiben. Sie brauchen Geld und den Einfluss Saudi-Arabiens, um Erdogan aufzuhalten.”

Auch Israel und die USA hätten ein Interesse an saudischer Unterstützung, um die Umsetzung des US-Friedensplans und die Souveränität über Jehuda und Schomron (Judäa und Samaria) voranzutreiben. Der Diplomat sagte dazu: “Darüber hinaus bringt Saudi-Arabien die Unterstützung der VAE [Vereinigte Arabische Emirate] und Bahrains mit.” Noch sei es allerdings zu früh, um zu sagen, dass Saudi-Arabien tatsächlich der Waqf beitreten würde. “Die Absicht ist, dass die Integration der saudischen Delegierten nur in die Konstellation als Beobachter erfolgt und nicht bindend ist, um die besondere Stellung Jordaniens im heiligen Gebiet nicht zu beeinträchtigen”, sagte der Diplomat.

Durch eine zunehmende Bedrohung durch den schiitischen Iran, suchen mehrere sunnitische Staaten die Nähe zu Israel. Im vergangenen Jahr waren vermehrt positive Töne über den jüdischen Staat zu hören. So sagte beispielsweise vor einem Jahr ein hochrangiger saudischer Diplomat: “Der Blutkonflikt hatte zu lange gedauert. Wir Saudis und alle Golfstaaten sowie Ägypten und Jordanien erkennen, dass das Zeitalter des Krieges mit Israel vorbei ist.” Er verwies auf “die Vorteile der Normalisierung der Beziehungen” und führte ins Feld, dass “die gesamte arabische Welt davon profitieren könnte.”

Faisal bin Farhan Al-Saud, der saudi-arabische Außenminister erklärte im Februar, dass “eine Verbesserung der Beziehungen zu Israel nur dann erfolgen wird, wenn ein Friedensabkommen unterzeichnet wird und den palästinensischen Bedingungen entspricht”. Saudi-Arabien gehörte gleich nach der Veröffentlichung des US-Friedensplans zu den Unterstützern. “Das Königreich bekräftigt seine Unterstützung für alle Bemühungen um eine gerechte und umfassende Lösung der palästinensischen Sache”, sagte das saudische Außenministerium und fügte in der Erklärung hinzu: “Das Königreich würdigt die Bemühungen der Regierung von Präsident Trump, einen umfassenden Friedensplan zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite zu entwickeln, und ermutigt den Beginn direkter Friedensverhandlungen zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten.” Saudi-Arabien forderte Meinungsverschiedenheiten durch Verhandlungen beizulegen, “um den Friedensprozess voranzutreiben und eine Einigung zu erzielen, die die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes erreicht”.

 

Kommentar: Würde Saudi-Arabien in die Waqf einsteigen, hätte dies höchstwahrscheinlich einen positiven Einfluss auf die Umsetzung des US-Friedensplans. Insofern wäre eine solche Veränderung des Status quo des Tempelbergs für einen zunehmenden jüdischen Einfluss förderlich. Wir wissen, dass Israel in der Trübsalszeit den Dritten Tempel errichten wird. Dafür wird jetzt Schritt für Schritt der Weg vor unseren Augen geebnet. Wir sehen seit etwas über einem Jahr, dass eine Veränderung auf dem Tempelberg stattfindet. Nachdem Jeruschalajim 2017 von Donald Trump anerkannt wurde, hat sich die Schlinge weiter zugezogen und liegt nun um den Tempelberg. Wir sind in dem Wiederherstellungsprozess Israels an den Punkt angekommen, an dem dem jüdischen Volk auf dem Tempelberg nur noch das Recht fehlt, den Dritten Tempel zu bauen und den Tempeldienst wiedereinzusetzen. Für den Tempel selbst ist alles vorbereitet.

 

Quellen: jpost.com und worldisraelnews.com

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