BREAKING NEWS: Israel ist auch am Ende von Pessach im harten Lockdown

zu Pessach quillt Jeruschalajim aus allen Nähten – dieses Jahr nicht

Heute geht in Israel das Pessachfest zuende und Familien feiern diesen Tag als Abschluss des Festes. Der Beginn des Pessachfestes war von verstärken Maßnahmen geprägt, die das Reisen zwischen Städten verhinderten und dazu führten, dass die Israelis nur mit Angehörigen, mit denen sie unter einem Dach leben, feiern konnten. Diese Maßnahmen gelten nun erneut, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Somit ist das Fest in diesem Jahr dem 1. Pessach in Ägypten am Ähnlichsten in über 3300 Jahren. Premierminister Benjamin Netanjahu erinnerte sein Volk an die Türposten und das Blut des Lammes.

Seit gestern 17 Uhr bis morgen 5 Uhr ist es den Israelis verboten worden, ihre Städte zu verlassen. Etwa 9000 Polizisten und Grenzschützer sollen dies auch mithilfe von Straßensperren durchsetzen, die die Intercitystraßen blockieren. Besondere Aufmerksamkeit bekommt die Hauptstadt Jeruschalajim, dort ist das Verlassen der Stadtteile nicht gestattet. Heute Abend wird der Höhepunkt der polizeilichen Bemühungen erwartet, weil neben Pessach auch noch der afrikanische Feiertag Mimouna begangen wird, an dem es traditionellerweise zu großen Menschenversammlungen kommt und viel von Haus zu Haus gereist wird.

Restaurants und Bäckereien bleiben bis morgen früh um 2 Uhr geschlossen, während Supermärkte heute Abend öffnen dürfen. Man möchte den Ansturm auf die gesäuerten Brote, nach denen sich die Israelis nach 1 Woche Matzen sehnen abmildern. Öffentliche Verkehrsmittel werden auch erst ab morgen 5 Uhr wieder ihren Betrieb aufnehmen. Für arabische Gemeinschaften gelten diese Regeln interessanterweise nicht.

Wie zuvor wies Benjamin Netanjahu die Israelis am Montagabend an, die letzte Nacht von Pessach und Mimouna nur mit denen zu feiern, mit denen sie zusammenleben, so wie auch schon zu Beginn von Pessach. Netanjahu sagte auch, dass derzeit beratschlagt wird, wie die Beschränkungen für Wirtschafts- und Bildungsaktivitäten “langsam und verantwortungsbewusst” wieder gelockert werden können.

“Ich sage Ihnen von hier aus: Wir werden in eine andere Realität gehen als die, die wir vor der globalen Krise kannten”, sagte er und warnte, dass selbst wenn der Ausbruch eingedämmt wird, es keine Möglichkeit gibt, die Rückkehr des Virus zu verhindern, bis ein Impfstoff entwickelt ist.

“Nur wenn ein Coronavirus-Impfstoff gefunden wird, können wir in die Welt von morgen übergehen, die wie die Welt von gestern sein wird”, sagte der Premierminister. “Aber das ist im Moment nicht der Fall. Daher wird weiterhin alles verantwortungsbewusst verwaltet, um das Kostbarste zu schützen, das wir haben – das Leben selbst.”

In Israel sind die Beschränkungen auch außerhalb von Pessach massiv. Das Haus darf nur ein einem Umkreis von 100m verlassen werden, außer man arbeitet im systemkritischen Bereich oder hat lebenswichtige Besorgungen zu erledigen. Öffentliche Einrichtungen sind geschlossen und ebenso die meisten Geschäfte. Reisen zwischen den Städten ist nur mit triftigen Grund zulässig.

Im Zuge hoher Infektionsraten wurden am Sonntag zusätzliche Sperrbefehle für mehrere Stadtteile Jeruschalajims erlassen und rund um die Hauptstadt etwa 100 Kontrollpunkte eingerichtet, um das Reisen von und zu den Sperrzonen zu verhindern.

 

Quelle: timesofisrael.com

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