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Die jüdische Hochzeit

Der Schabbat ist wie ein Ehering

Ich schreibe hier über die jüdische Hochzeit, weil Jeschua mit Israel einschließlich der gepfropften Heiden, das uralte jüdische Hochzeitsritual vollzieht. Wenn wir dieses Ritual verstehen, verstehen wir besser, warum Jeschua bestimmte Dinge tut und auch was es mit der Taufe auf sich hat:

 

Die Beziehung des Brautpaares: Die Ehe zwischen Mann und Frau ist die intimste zwischenmenschliche Beziehung, die ein Leben lang halten soll. Deshalb hat sich Jeschua dieses Bild gewählt, um seine Beziehung zu uns zu beschreiben: Die Ehe ist das irdische Abbild, das seine Beziehung zu uns am besten beschreiben kann (Epheser 5,32). In der jüdischen Ehe ordnet sich die Frau dem Mann unter und er gibt sich für sie hin. So ordnen sich auch die Nachfolger Jeschuas ihm unter, denn er gab sich für uns hin.

Die Brautwahl: Im alten Israel war es der Vater, der die Braut für seinen Sohn auswählte. Er sandte seinen besten Knecht aus, um eine Frau für seinen Sohn zu finden (Bereschit 24,2-9). Die Auswahl konnte auch gemeinsam mit dem Sohn geschehen. Der Bräutigam erwählte die Braut und nicht andersherum. Jeschua hat uns zuerst erwählt, bevor wir ihn angenommen haben.

Brautpreis: In der Zeit als das jüdische Hochzeitsritual entstand, war es nicht üblich, für die Frau einen Brautpreis zu bezahlen. Sie wurde einfach geheiratet und ging in den Besitz des Mannes über, entsprechend wurde auch ihr Wert gesehen. Im jüdischen Hochzeitsritual wird die Frau als wertvoll angesehen und deshalb wird ein Preis festgesetzt. Er dient dem Brautvater auch als Ausgleich, der die Arbeitskraft seiner Tochter verliert. Im Neuen Bund hat Jeschua für uns ebenfalls einen Brautpreis bezahlt und zwar mit seinem eigenen Blut, wodurch er uns freigekauft hat (1.Korinther 7,23).

Ketubah: Im Hebräischen gibt es für das Wort Verlobung 2 Wörter. Eines davon ist Kidushin. Es bedeutet wortwörtlich Heiligung oder Heiligkeit und leitet sich vom Wort Kadosch (dt: heilig) ab. Eine verlobte Frau wird als M’Kudeshet bezeichnet, auch dort ist die Wortwurzel von Kadosch enthalten. Die Verlobung ist ein Bundesschluss (hebr. brit) und kann nur durch eine Scheidung wieder gelöst werden. Mit der Verlobung stand das Paar rechtlich mit einem Ehepaar auf einer Stufe. Teil dieses Bundeschlusses war der Ehevertrag, Ketubah genannt. Erst durch ihn erhielt die Braut Sicherheit und die Garantie auf Schutz und Versorgung. Alle Zusagen des Bräutigams an seine zukünftige Frau wurden dort niedergeschrieben. Das Buch des Neuen Bundes ist unsere Ketubah, in der Jeschua uns verspricht uns zu versorgen und zu beschützen.

Die Zustimmung der Braut: Eine jüdische Hochzeit wird rangiert, kommt aber nur zustande, wenn die zukünftige Braut einverstanden ist. Ihr ‘Nein’ kippt alles. Und so müssen wir auch zu Jeschua ‘Ja’ sagen, damit der Bund in Kraft tritt.

Der Kelch des Bundes: Wurde der Ehebund von der Braut angenommen, wurde er mit einem Kelch Wein besiegelt. Der gemeinsame Kelch symbolisiert das gemeinsame zukünftige Leben. Einen weiteren Kelch Wein werden sie erst wieder viele Monate bei der Hochzeitsfeier später trinken. Jeschua trank mit seinen Nachfolgern ebenfalls den Kelch des Neuen Bundes und rührt vor dem Hochzeitsmahl des Lammes keinen Wein mehr an (Matitjahu 26,27-29).

Brautgeschenke: Da der Bräutigam die Braut nach der Verlobung verließ um die gemeinsame Wohnung vorzubereiten (Jochanan 14,2.3), gab er ihr wertvolle Geschenke damit sie jeden Tag an ihn dachte und ihn nicht vergaß. Zu diesen Geschenken zählte irgendwann auch ein Ring. Jeschua ließ uns den Ruach HaKodesch (Heiligen Geist, im Hebräischen übrigens weiblich) als Verlobungsgeschenk hier (Jochanan 14,16-18).

Mikvah: Während der Bräutigam das gemeinsame Heim vorbereitete, bereite sich auch die Braut vor. Sie nahm ein rituelles Bad, bei dem sie vollständig untertauchte, um sich symbolisch von allen anderen Männern abzusondern. Dieses Bad wird Mikvah genannt und ist uns heute eher als Taufe bekannt (Epheser 5,26).

Abschied des Bräutigams: Nach der Verlobung verabschiedet sich sich der Bräutigam von seiner Verlobten. Er kehrt ins Haus seines Vater zurück und bereitet ein Heim für das Hochzeitspaar vor. Auch die Braut hat Zeit, um sich von ihrer Familie zu verabschieden. Nachdem Jeschua den Brautpreis bezahlt hatte und den Neuen (Ehe-)Bund installiert hatte, kehrte er ebenso zu seinem Vater zurück, um uns eine Wohnung zu bereiten.

Die geweihte Braut: Die jüdische Braut wird Kallah genannt, was ‘die Zurückgezogene’ bedeutet. Die Braut gehört nur dem Bräutigam, der den Preis für sie bezahlt hat. So sind auch die Nachfolger Jeschuas für ihn alleine abgesondert und haben nur Augen für ihn. Sein Wunsch ist es, dass wir uns heiligen und für ihn absondern.

Die Rückkehr des Bräutigams: Die Verlobungszeit ging so lange, bis der Bräutigam kam um seine Braut heimzuführen. Dies konnte bis zu 12 Monate dauern denn der Bräutigam musste erst das Heim vorbereiten. Es hing allerdings von seinem Vater ab, wann er die Braut holen durfte. Ab einen bestimmten Zeitpunkt, wenn der Vater mit dem Heim zufrieden war, gab er dem Sohn die Erlaubnis, seine Braut zu holen. Dies ist einer der Gründe, warum Jeschua sagt, dass allein der Vater den Zeitpunkt seiner Rückkehr kennt und wir nicht Tag noch Stunde wissen. Allerdings ist dort auch noch ein versteckter Hinweis auf seine Rückkehr.

Chuppah: Dieses ist der 2. Teil der Hochzeitszeremonie und das Wort bedeutet Heimführung. Die Chuppah ist heute nur noch ein Baldachin, der sich aus dem vorbereiteten Zimmer für die Hochzeitsnacht entwickelt hat. Im Hochzeitszimmer verbringt das Brautpaar 7 Tage und vollzieht die Ehe. Der Baldachin ist zu allen 4 Seiten offen und symbolisiert damit das neue Heim, in dem die Liebe für große Offenheit und Gastfreundschaft sorgt. Die Stangen für den Baldachin wurden oft von Bäumen genommen, die zur Geburt der Ehepartner gepflanzt worden waren. Zedern für einen Jungen, Pinien für ein Mädchen. Auf jüdischen Hochzeiten wird ein Glas zertreten, dies geht auf den Kelch des Bundes zurück, der früher dafür genommen wurde. Das Zertreten zeigt an, dass die Zeit der Verlobung zuende ist.

Das Hochzeitsmahl: nach dem Vollzug der Ehe gesellt sich das Brautpaar zu den Hochzeitsgästen und feiert mit ihnen 7 Tage lang ein freudiges Fest. Und auch Jeschua wird mit uns das Hochzeitsmahl des Lammes feiern (Offenbarung 19,6-10).

Israel ist die Braut: Wichtig ist es mir hier nochmal zu erwähnen, dass Jeschua nur für sein Volk Israel zurückkommt. Israel ist die erwählte Braut von Gott dem Vater. Jeschua kommt nicht für die ‘Kirche’, sondern für alle die zum Volk Israel gehören, also messianische Israeliten und durch den Neuen Bund integrierte Heiden.