Purim

Holocaustgedenktag in Israel – ähnlich wie Hitler wollte Haman die Vernichtung des jüdisches Volks

Dieses Fest gehört nicht zu den Frühlings- und Herbstfesten, sondern geht auf die Ereignisse im Buch Ester zurück. Nachdem die Babylonier von den Medern und Persern als Weltmacht abgelöst wurden, neigte sich sich das babylonische Exil des Hauses Jehuda dem Ende zu. Doch noch war das Volk nicht sicher, denn jemand wollte seine Vernichtung.

Das Fest Purim erinnert an die Errettung aus dem geplanten Völkermord durch den höchsten persischen Regierungsbeamten Haman, der alle Juden im persischen Reich an einem einzigen Tag töten wollte. Haman nutze seine Macht aus und ließ alle Diener des Königs vor sich niederknien, nur Mordechai aus dem Haus Jehuda weigerte sich. Per Los (hebr. Plural: Purim) bestimmte Haman den 13. Adar, als Tag an dem die Juden getötet werden sollten, er ließ Briefe ins ganze Reich mit dem Siegel und im Namen des Königs schicken (Ester 3,12). Bei den Persern konnte ein Erlass des Königs nicht zurückgenommen werden.

Ester (hebr. Hadassah: ‘Ich bin verborgen’) war inzwischen zur Königin aufgestiegen und nach einem 3-tägigen Fasten des Hauses Jehuda ging sie zum König und bewirkte, dass das jüdische Volk sich verteidigen durfte und Haman aufgehängt wurde (Ester 7). Nach dem Sieg wurde das Purimfest gefeiert.

Auch heute noch wird das Freudenfest Purim als Erinnerung an die Rettung durch Ester gefeiert. Dabei wird das vollständige Buch Ester gelesen. Immer wenn der Name Haman gelesen wird, wird Lärm durch Rasseln, Klopfen und anderen Geräuschen gemacht. An Purim schenkt man sich gegenseitig Geschenke und es wird aus der Thora gelesen. Es wird viel gegessen und getrunken, besonders Hamantaschen und Wein. Der Trinkspruch l’Chaim fällt oft. Trauerreden und Fasten sind an Purim verboten.