BREAKING NEWS: Gantz sieht Platz für ‘palästinensische’ Hauptstadt in Jeruschalajim

wenn ‘Land für Frieden’ schon nicht funktioniert hat, wird ‘Hauptstadt für Frieden’ auch nicht funktionieren

Um die Hauptstadt Jeruschalajim hat Israel seit Staatsgründung gekämpft. Während des Unabhängigkeitskrieges 1947-1949 gelang es dem frisch geborenen jüdischen Stadt nicht nur gegen jede Wahrscheinlichkeit zu überleben, sondern auch den Westen Jeruschalajims zu befreien. Jordanien hatte Israel damals angegriffen was dazu führte, dass Israel nach sich nach Osten bewegte. Im Sechstagekrieg 1967 mischte sich Jordanien erneut ein und griff den jüdischen Staat an. Dies führte zur Befreiung des Ostens der Stadt durch die israelische Armee. 50 Jahre später erkannte Donald Trump dann als Erster Jeruschalajim als Israels Hauptstadt an. Auch sein Friedensplan gesteht dem jüdischen Volk die ganze Stadt zu. Die Teile, die außerhalb der Sicherheitsbarriere liegen und nicht zu Jeruschalajim gehören, könnten in dem Plan eine ‘palästinensische’ Hauptstadt werden, wenn die ‘Palästinenser’ die für sie unmöglichen Forderungen erfüllen würden. Durch die Trump-Administration ist Frieden im Nahen Osten nun erstmals möglich, ohne dass die ‘Palästinenserfrage’ gelöst ist. Aktuell sieht es so aus, als ob Saudi-Arabien kurz davor ist die Beziehung zu Israel zu normalisieren. Dies könnte auch Benjamin Gantz zu seinen Aussagen im Interview vom letzten Donnerstag verleitet haben.

Der stellvertretende Premierminister und Verteidigungsminister Israels sagte im Interview in der saudischen Zeitung Asharq al-Awsat, dass er Hoffnung hätte, dass der Frieden im Nahen Osten durch den Versuch, den israelisch-‘palästinensischen’ Konflikt beizulegen, erreicht werden könne. Dabei sagte Gantz: “Jerusalem wird ungeteilt bleiben, aber es gibt Platz für eine palästinensische Hauptstadt”, innerhalb ihrer Grenzen. “Es ist eine sehr geräumige Stadt und voller heiliger Stätten für alle”, sagte Gantz und bezog sich auf die Hauptstadt des jüdischen Staates. Mit der Zeitung sprach er über die Spekulationen, dass Saudi-Arabien die Beziehung zu Israel zeitnahe normalisieren könnte. Was die saudische Führung bisher zögern lässt, ist das Problem der ‘Palästinenser’, für das sie eine Lösung sehen wollen.

Gantz  sagte, er sehe keinen umfassenden Frieden im Nahen Osten, ohne den israelisch-‘palästinensischen’ Konflikt zu lösen. Er ging dabei auch auf die heikle Frage nach der israelischen Hauptstadt ein, die der Brennpunkt des Konflikts ist. Während Israel die Stadt für sich beansprucht, behaupten die ‘Palästinenser’ und die internationale Gemeinschaft, dass der Osten der Stadt, einschließlich der Altstadt, die zukünftige Hauptstadt eines ‘palästinensischen Staates’ sei.

Im Interview erklärte Gantz nicht, was er mit seiner Aussage meinte: “Jerusalem muss vereint bleiben, aber es wird Platz für eine palästinensische Hauptstadt haben.” Dabei hatte Gantz damals erklärt, dass er den US-Friedensplan unterstützen würde, dieser sieht jedoch die Stadt westlich der Sicherheitsbarriere als rein israelisch an.

Gantz forderte im Interview die ‘palästinensische’ Führung und insbesondere den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, auf, sich dem Normalisierungsprozess mit den arabischen Ländern anzuschließen und “nicht in den hinteren Reihen zu bleiben”. Er sagte, dass er die ‘Palästinenser’ nicht für ihre Blockadehaltung durch die Jahrzehnte verantwortlich mache, sondern, dass er “möchte, dass die Palästinenser Teil des Friedensprozesses sind.”

“Ich analysiere die Situation nicht”, fügte er hinzu. “Ich sage, dass ich möchte, dass sie Teil des Friedensprozesses sind. Dieser Prozess mit der arabischen Welt ist eine große und echte Chance. Und da ich wirklich eine Einigung mit ihnen erzielen möchte und ich vertraue darauf, dass es ohne sie keinen vollständigen und umfassenden Frieden geben wird, lade ich sie ein, mit mir und den arabischen Ländern zusammenzuarbeiten, damit sie einen respektablen Platz im neuen Friedensprozess haben können. 

Die Palästinenser sind unsere nächsten Nachbarn. Wir treffen sie an der Haustür. Ich lebe in Rosh Ha’ayin an der Grenze zum Westjordanland und unsere Stadt liegt an Kafr Kassem. Ich habe hier Freunde. Ich habe Freunde in Taiba und Arrabe. Ich besuche sie in ihren Häusern und sie besuchen mich bei mir zu Hause. Und ich möchte, dass mir mit Nablus, Hebron und Ramallah dasselbe passiert. Ich weiß, dass die Palästinenser dasselbe wollen. Die Mehrheit der Palästinenser sind junge Menschen unter 25 Jahren. Sie wollen eine Veränderung in Politik und Bedingungen, genau wie die israelische Jugend. “

Als Gantz befragt wurde, ob er bereit sei, einen Preis für den Frieden mit den ‘Palästinensern’ zu zahlen, antwortete er: “Die Palästinenser wollen und verdienen eine Einheit, in der sie unabhängig leben können. Es könnte ein Staat oder ein Reich sein; sie können es nennen, wie sie wollen. Sie haben das Recht, sich unabhängig zu fühlen und eine Hauptstadt zu haben. Wir müssen in einer neuen, modernen Sprache darüber sprechen, wie [der Konflikt] gelöst werden kann, und uns nicht an den traditionellen Diskurs halten. Wir unsererseits wollen uns von ihnen trennen und wir wollen Garantien für unsere Sicherheit. Wenn wir uns in Sicherheitsfragen einig sind, wird die politische Lösung leicht kommen. Wir müssen nicht nur Lösungen für Probleme finden, sondern auch eine enge Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Bildung und allem. Dies ist eine historische Chance.”

In Bezug auf seine fast 38-jährige Zeit bei der Israel Defense Forces (IDF, israelische Armee) sagte Gantz: “Die Generäle in der Armee, die die Schrecken des Krieges gesehen und geschmeckt haben, sind diejenigen, die am meisten Frieden wollen.”

Jedoch sieht auch Gantz, dass Israel das Jordantal aus Sicherheitsgründen braucht, dies spiele für die Grenzen eines zukünftigen ‘palästinensischen’ Staates eine Rolle.

Er ist jedoch gegen den Plan von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der einseitig die israelische Souveränität auf Teile des Westjordanlandes, einschließlich des Jordantals anzuwenden will. Gantz erklärte dazu: “Wir möchten, dass die palästinensische Einheit eine angemessene geografische Ausdehnung hat, die es für einen komfortablen Menschen lebensfähig macht Leben. Was wir beharrlich fordern, ist Sicherheit. Wir brauchen echte strategische Kontrollpunkte für die Sicherheit. Natürlich kann man über einen Landtausch sprechen, obwohl ich nicht sehe, wie und wo. Wir sagen, dass wir nicht an die Grenzen von 1967 zurückkehren werden. Es besteht jedoch immer die Möglichkeit, Kompromisse zu finden. Das Wichtigste ist, den Weg am Leben zu erhalten. Die palästinensische Frage sollte nicht zurückgelassen werden.”

Über den Widerstand des Irans und seiner Verbündeten gegenüber der Normalisierung zwischen Israel und den arabischen Ländern, sagte Gantz: “Wir können die Existenz der iranischen Achse, die Israel und alle arabischen Länder bedroht, nicht ignorieren. Hoffen wir, dass diese Achse aus den aktuellen Friedensabkommen zu den notwendigen Schlussfolgerungen gelangt und sich auch in Richtung Frieden ändert. Wenn dies nicht der Fall ist, wird dies unglückliche Konsequenzen haben.”

 

Auf die Worte von Gantz zu Jeruschalajim und wegen seiner Akzeptanz der Idee eines ‘palästinensischen’ Staates, äußerte sich sofort der rechte Block mit heftiger Kritik.

“Jerusalem ist die Hauptstadt nur einer Nation. Es ist die Hauptstadt des ewigen jüdischen Volkes” und es ist “die Hauptstadt des Staates Israel”, sagte Nir Barkat, der ehemalige Bürgermeister von Jeruschalajim und Likud-Mitglied der Knesset. Ze’ev Elkin, der Minister für Hochschulbildung und Wasserressourcen und ebenfalls Likud-Mitglied twittere: “Benny ist verwirrt. In einem vereinten Jerusalem ist kein Platz für eine palästinensische Hauptstadt – es gibt keinen und es wird keinen geben. So einfach ist das: Nein.”

Auch die Souveränitätsbewegung reagierte auf die Aussagen von Gantz und forderte Netanjahu auf, sofort die Souveränität im Großraum Jeruschalajim im Westjordanland wie der Region Gush Etzion und der Siedlung Ma’aleh Adumim anwendet. “Wenn es uns so vorkam, als hätten die israelische Führung und die israelische Öffentlichkeit die Torheit des Konzepts der Teilung des Landes, der Teilung Jerusalems und der Errichtung eines feindlichen Staates im Kernland verinnerlicht, hätte die Erklärung von Minister Gantz bewiesen, dass es noch viel Arbeit gibt vor uns, um das Offensichtliche zu klären”, sagten Yehudit Katsover und Nadia Matar, die Leiter der Bewegung.

Rafi Peretz, der Minister für Jerusalem und Kulturerbe, beteiligte sich an dem Angriff, der Gantz’ Aussage in die Luft jagte, und meinte: “Das vereinte Jerusalem ist die ewige Hauptstadt der jüdischen Nation.” Er fügte hinzu: “Es ist von niemand anderen die Hauptstadt.”

 

Kommentar: Eine ‘palästinensische’ Hauptstadt in Jeruschalajim, dem Herzen Israels, ist Russisch Roulette für Fortgeschrittene. Die erklärten Absichten der ‘Palästinenser’ sind in erster Linie nicht die Schaffung ihres Staates, sondern die Abschaffung des jüdischen. Eigentlich sollte das auch Benjamin Gantz wissen. In dem Wahlchaos, dass Israel 2019 und 2020 erlebte, war er sogar bereit mit der Vereinten Liste, den Arabern, gemeinsame Sache zu machen. Diese sind eigentlich nur in der Politik, um dem Staat Israel zu schaden. Gantz wird für mich immer mehr zum Wolf im Schafspelz. Seine neusten Ideen sind einfach nur absurd und hochgefährlich. Wie kann man dieses kostbare Juwel nur so verramschen wollen? Wie gut, dass der rechte Block sofort dagegen geschossen hat.

Wie gut zu wissen, dass Gott weder die Teilung des Landes noch der Hauptstadt will und ein vereintes Israel mit einer vereinten Hauptstadt im 1000-jährigen Reich und in alle Ewigkeit regieren wird.

 

Quellen: jpost.com und israel365news.com

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