RED ALERT: Franziskus ruft erneut zum Globalen Pakt auf

Ausschnitt der Videobotschaft mit der Franziskus erneut zum Globalen Pakt aufrief

Papst Franziskus hat sich bereits auf mehreren Ebenen für eine globalisierte Welt ausgesprochen, in der die Menschheit als eine große Familie eng zusammenlebt und sich im Namen des Humanismus vereinigt. Auf religiöser Ebene schloss er mit dem Großiman von Abu Dhabi den Pakt ‘Human Fraternity for World Peace‘, für den er auch den obersten buddhistischen Patriarchen von Thailand gewinnen wollte. Wirtschaftlich spricht sich Franziskus ebenfalls für ein neues Modell aus, da er der Ansicht ist, dass der Markt-Kapitalismus in der Coronakrise gescheitert sei. Um die jetzige Krise zu bewältigen sei die Impfung der gesamten Menschheit gegen den Coronavirus und der Umbau der Weltwirtschaft mit einen universellen Grundlohn aus seiner Sicht das Richtige. Dabei komme dem Umweltschutz eine ganz hohe Priorität zu, denn die Natur würde die Sünden nicht vergeben. Aber auch eine globale Bildung ist Teil seiner Agenda. Franziskus rief deshalb dazu auf am 14. Mai 2020 in den Vatikan zur Unterzeichnung des Globalen Pakts zu kommen. Die Coronakrise führte jedoch zu einer Verschiebung des Termins auf den 15. Oktober

So wie ursprünglich geplant konnte die Veranstaltung dann doch nicht stattfinden, denn scheinbar waren die Sicherheitsbedenken um die Gesundheit des Papstes zu hoch. Er gilt wegen seines hohen Alters (83 Jahre) und einer schweren Lungenentzündung, die in jungen Jahren zur Entfernung eines Teils seines rechten Lungenflügels führte, als Hochrisikofall. Zudem wurden 11 seiner Leibwächter positiv auf den Coronavirus getestet. Dennoch startete Franziskus seine Initiative des ‘Globalen Pakts’ mit einer Videobotschaft am vergangenen Donnerstag während einer virtuellen Veranstaltung an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom. Er appellierte an alle Bereiche der Gesellschaft auf der ganzen Welt, den ‘Global Compact on Education’ zu unterzeichnen und zu unterstützen.

Dieser ‘Globale Pakt’ soll Veränderungen auf globaler Ebene fördern, damit Bildung zu einem Schöpfer von Brüderlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit wird. Die Werte, die gefördert werden sollen, sind Fürsorge für andere, Frieden, Gerechtigkeit, Güte, Schönheit, Akzeptanz und Brüderlichkeit, um überall Hoffnung, Solidarität und Harmonie aufzubauen. Nach Franziskus soll der Pakt “sicherstellen, dass jeder Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung hat, die der Würde des Menschen und unserer gemeinsamen Berufung zur Brüderlichkeit entspricht”.

In seiner Botschaft sagte er: “Mögen wir von der Überzeugung gestützt werden, dass Bildung einen Samen der Hoffnung in sich trägt: die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit; die Hoffnung auf Schönheit und Güte; die Hoffnung auf soziale Harmonie.” Und fuhr fort: “Wir müssen vorwärts gehen, wir alle zusammen, jeder wie er ist, aber wir müssen immer nach vorne schauen, um eine Zivilisation der Harmonie und Einheit aufzubauen, in der es keinen Raum für die schreckliche Pandemie der Wegwerfkultur geben wird.”

Begleitet wurde der neue Auftakt des Bildungspakts von Audrey Azoulay, dem Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), Vertretern der Vatikanischen Kongregation für katholische Bildung und Vertretern einiger italienischer Universitäten. 

Auch die negativen Auswirkungen der Coronakrise auf die weltweiten Bildungssysteme waren Thema der Botschaft des Papstes. 10 Millionen Kinder mehr hätten nicht mehr zur Schule kommen können. Ihnen gehe es nun wie 250 Millionen Kindern, die von allen Bildungsaktivitäten ausgeschlossen sind. Um diesen Zustand zu beheben forderte Franziskus ein neues Kultur- und Entwicklungsmodell, das die Menschenwürde respektiere und schütze. Gleichzeitig solle eine globale gegenseitige Abhängigkeit geschaffen werden, um Gemeinschaften und Völker zusammenzubringen. Gemeinsam sollen sie für unser Zuhause sorgen und den Frieden fördern.

“Bildung”, sagte der Papst, “soll transformativ sein.” Sie sollte eine Hoffnung darstellen, die die Selbstsucht der Starken und die Ideologie der Utopisten als einzigen Weg nach vorne zerstören könne. Sie solle neue Horizonte eröffnen, die von Gastfreundschaft, Solidarität zwischen den Generationen und dem Wert der Transzendenz geprägt seien und eine neue Kultur hervorbringen würde. Dadurch solle die Menschheit jetzt und in Zukunft florieren.

Franziskus wies darauf hin, dass “Bildung ein natürliches Gegenmittel gegen die individualistische Kultur ist, die zuweilen zu einem wahren Selbstkult und zum Primat der Gleichgültigkeit ausartet.” Das Engagement aller Ebenen der Gesellschaft sei notwendig, um “eine erneuerte Art von Bildung zu schaffen, die nicht versucht ist, wegzuschauen und damit schwere soziale Ungerechtigkeiten, Rechtsverletzungen, schreckliche Formen der Armut und die Verschwendung von Menschenleben zu begünstigen.”

Inhalte des Pakts sind Themen wie Gewalt, Missbrauch von Minderjährigen, dem Phänomen der Kinderehe und der Kindersoldaten, der Tragödie der in die Sklaverei verkauften Kinder sowie der “sinnlosen und herzlosen Ausbeutung” des Planeten, die zu einer schwerwiegenden Umweltverschmutzung und Klimakrise führen würde. Zum ‘Tag der Erde’ im April hatte Franziskus wieder einmal zur Klimakrise gesprochen und gesagt, dass die Natur unsere Sünden nicht vergeben würde. Am 16. Oktober wurde eine Gedenkmünze anlässlich des 50. Jubiläums des ‘Tags der Erde’ vom Vatikan herausgegeben. Sie trägt das Motiv der Pachamama, die auch Mutter Erde genannt wird, und in Teilen Lateinamerikas eine verehrte mythische Figur oder auch Göttin ist.

Angesichts der gegenwärtigen Krise und ihren Auswirkungen solle nach Franziskus jeder einen globalen Bildungspakt für und mit künftigen Generationen schließen. Er sagte: “Dies erfordert ein Engagement von Familien, Gemeinden, Schulen, Universitäten, Institutionen, Religionen, Regierungen und der gesamten menschlichen Familie für die Ausbildung reifer Männer und Frauen.”

“Der Wert unserer Bildungspraktiken”, sagte der Papst, “wird nicht nur an den Ergebnissen standardisierter Tests gemessen, sondern auch an der Fähigkeit, das Herz der Gesellschaft zu beeinflussen und zur Entstehung einer neuen Kultur beizutragen.” Er glaube, dass “eine andere Welt möglich ist”, und dies erfordere die Einbeziehung “jedes Aspekts unserer Menschlichkeit, sowohl als Individuum als auch in unseren Gemeinschaften”. Franziskus wandte sich an Männer und Frauen aus Kultur, Wissenschaft und Sport sowie an Künstler und Medienfachleute in allen Teilen der Welt, mit dem Appell diesen Pakt zu unterstützen und selbst ein Zeugnis für diese neue Bildung zu sein. Franziskus beendete seine Botschaft mit einer Zusammenfassung in 8 Punkten, wie der ‘Globale Pakt’ sicherstellen soll, dass “jeder Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung hat, die der Würde des Menschen und unserer gemeinsamen Berufung zur Brüderlichkeit entspricht”.

 

Kommentar: Sicherlich wäre eine feierliche Unterzeichnung wie die des Abraham Accords eindrücklicher als eine virtuelle Veranstaltung gewesen, entscheidend ist allerdings, was aus dem ‘Globalen Pakt’ erwachsen wird. Aus rein menschlicher Sicht mag es vernünftig klingen, was Franziskus vorhat, ich sehe jedoch, dass seine Bemühungen direkt mit der Agenda 2030 zusammenlaufen, die oberflächlich betrachtet auch sinnvoll erscheint. Aus biblischer Sicht allerdings mehr als fragwürdig sind, wie Uwe Bausch in seinem Vortrag (Teil 1 und Teil 2) gezeigt hat. Auch aus jüdischer Sicht wird der Globale Pakt als Bedrohung wahrgenommen, denn es wird befürchtet, dass es in der Neuen Weltordnung keinen Platz mehr für das Thora-Judentum und den einen wahren Gott geben werde. Diese Befürchtung teile ich, denn wenn der Vatikan eine Münze zur Ehren von “Mutter Erde” prägt, aber den einzig wahren Gott außen vorlässt, kann das nur schief gehen. Das beabsichtigte “Friedensreich des Franziskus” ist nicht das Friedensreich, dass der Messias Jeschua bringen wird, wenn er zur Erde zurückkehrt.

 

Quelle: vaticannews.va

3 Gedanken zu „RED ALERT: Franziskus ruft erneut zum Globalen Pakt auf

  • 19/10/2020 um 21:29
    Permalink

    “Hochrisikopatient” Ber-gog-lio wird so lange sein irdisches Dasein fristen, wie Gott es will. Der letzte Papst wird noch gebraucht, siehe Offenbarung. 😉

    Grü77e

    Antwort
    • 20/10/2020 um 15:03
      Permalink

      Das denke ich auch, er ist eine der Schlüsselfiguren.
      LG, Henry

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.