Dreht der Coronavirus an Israels Uhr und Kalender?

Israel setzt wortwörtlich die Zeit als Waffe gegen den Coronavirus ein

Während der Coronavirus die Welt auf den Kopf stellt und unser Leben massiv verändert, stehen nun auch in Israel 2 Entscheidungen im Raum, die an Israels Uhr und Kalender drehen könnten.

Zum einen beantragte eine Frau aus Schomron (Samaria) beim israelischen Obersten Gerichtshof eine einstweilige Verfügung und forderte das Oberrabbinat auf, zu erklären, warum sie dieses Jahr 5780 nicht zum Schaltjahr erklären. Der Gedanke dahinter ist, dass Pessach um einen Monat verschoben würde und so durch ein erhofftes Abklingen der Coronakrise wieder normaler von Juden im Land und Touristen gefeiert werden könnte. Die Touristen zu Pessach bringen auch viel Geld ins Land und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wenn das jetzige Jahr zum Schaltjahr erklärt würde, müsste bis Mittwoch entschieden werden, dass nicht der Monat Nisan beginnt, sondern der Schaltmonat Adar Bet (Adar II). Ob dies durchkommt ist ungewiss, schließlich war das vergangene Jahr bereits ein Schaltjahr.

Zum anderen wird versucht die Winterzeit zu verlängern, die eigentlich diese Woche enden sollte. Das wird wohl Erfolg haben, denn Innenminister Aryeh Deri kündigte an, dass die Regierung die Winterzeit bis zum 1. Mai verlängern werde. Man erhofft so die Zeit zu verkürzen, die Menschen außerhalb ihres Hauses sind. Damit soll die rasante Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden. Gestern überschritt die Anzahl der Infizierten die 1000er-Marke.

 

UPDATE 24/03/2020: Anscheinend ist die Idee vom Beibehalten der Winterzeit vom Tisch. Die Umstellung von Computern und Servern war so kurzfristig nicht machbar möglich. Handys hätten außerdem ein Systemupdate gebraucht. Ebenso ist die Idee vom Schaltjahr verworfen wordem, denn die Richter des Oberste Gerichtshofs urteilten, dass sie nicht die Befugnis wie einst der Sanhedrin (Hohe Rat) hätten.

 

Kommentar: ich bin gespannt, ob Pessach verschoben werden wird. Ich erwarte es eher nicht, denn mehrere gläubige Juden erhoffen sich durch das geplante Pessachopfer auf dem Tempelberg die Befreiung vom Coronavirus. Sie werden sich wohl gegen ein Schaltjahr aussprechen.

 

Quellen: breakingisraelnews.com und btnews.online

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