Der Preis der Freiheit: 1 Milliarde NIS für 2 Tage

so sieht das Leben der grenznahen Israelis aus

Während des massiven Raketenangriffs auf Israel in der vergangenen Woche feuerte der Islamische Dschihad mehr als 450 Raketen gegen die israelische Zivilbevölkerung. Dass bei diesem Terrorangriff keine Menschen ums Leben kamen verdankt Israel auch der Raketenabwehr Iron Dome. Allerdings kostet die Abwehr einer Rakete umgerechnet etwa 100.000€. Doch die Gesamtkosten dieses Angriffs beinhalten noch viel mehr.

Offensichtlich sind zunächst die Kosten für die Abwehrraketen und natürlich auch die Gegenangriffe der israelischen Armee. In einem Bericht von Kanal 12 werden diese allein für den vergangenen Dienstag und Mittwoch auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Ein Kampftag kostet geschätzt umgerechnet 20 Millionen €. Der Betrieb einer F16 wird pro Stunde auf zwischen umgerechnet 7.500 und 12.500€ geschätzt. Der Einsatz einer F15 ist doppelt so teuer. Hinzu kommen noch die vielen Hubschrauber, Droneneinsätze und die massiven Truppentransporte der Merkava IV.

Von den 450 Raketen des Islamischen Dschihad wären 160 auf bewohnte Gebiete niedergegangen. Iron Dome gelang es 90% abzufangen. Der Preis dafür war umgerechnet 16 Millionen Euro. Iron Dome schickt zur Sicherheit immer 2 Abwehrraketen pro angreifender Rakete. Der Stückpreis liegt bei umgerechnet etwa 50.000 €.

Was weniger offensichtlich ist, ist das Israels Wirtschaft in dieser Zeit ordentlich gelitten hat. Der Schaden wird auf umgerechnet 125 Millionen € geschätzt, denn 85% Arbeiter Südisraels mussten die beiden Tage Zuhause bleiben. Für Zentralisrael waren es am Dienstag immerhin auch 65%. Der ‘Homefront Command’ hatte die Arbeit untersagt. Dadurch gingen Löhne und Geschäfte verloren. Das merkten auch Läden und Kreditkarteninstitute. Für ein kleines Land wie Israel ist das nicht unwesentlich.

Neben den finanziellen Einbußen, ging die Lebensqualität und der Frieden vieler Israelis für diese Zeit verloren. Was dies bedeutet, kann man nicht in Geld messen. Am besten man hört die Betroffenen selbst (s.Video).

 

Kommentar: So schlimm wie dieser Terror ist, er zählt gerade zu den kleineren Problemen Israels. Innerhalb der israelischen Grenzen gestaltet sich die Regierungsbildung extrem schwierig und außerhalb der Nordgrenze rückt ein wesentlich gefährlicherer Feind immer näher. 

 

Quelle: anash.org

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