BREAKING NEWS: Dammöffnung des Kinneret könnte nötig werden

Der See Genezareth, der auf Hebräisch ‘Kinneret’ (dt. ‘Harfe’, denn diese Form hat er) genannt wird, litt in den vergangenen Jahren unter alarmierenden Wassermangel. Bedingt durch die starken Regenfälle im Winter ist sein Spiegel sehr angestiegen, sodass er schon im Februar bei starken Wind, über die Ufer trat. Auch im März stieg der Wasserspiegel weiter an. Für Israel ist das ein wahrer Segen, denn der Kinneret ist die größte Süßwasserquelle des Landes. Aber auch prophetisch scheint dies relevant zu sein. Nun nähert sich der Wasserspiegel der oberen roten Linie.

Zum 1. Mal seit 28 Jahren ist das Galiläische Meer, wie der See auch genannt wird, wieder voll und stieg am Wochenende um weitere 6 Zentimeter und liegt nun 209 Meter unter dem Meeresspiegel. Bis zur oberen roten Linie sind es nur noch 20 Zentimeter. Sie zeigt an, dass der See überfüllt  und in Gefahr wäre. Es ist sehr zu erwarten, dass der Wasserspiegel weiter steigen wird, denn nun, da es wärmer wird, schmilzt der Schnee auf den Golanhöhen und das Wasser fließt in den See. 

In der Pessachwoche wurde kein Wasser aus dem See gepumpt, denn es gilt als nicht koscher, da es Sauerteigprodukte oder Reste davon enthalten könnte. Das hat sich ebenfalls positiv auf die Wassermenge ausgewirkt. Und so schätzen Experten, dass die obere rote Linie von 208,8 Metern unter dem Meeresspiegel in den ersten Maitagen erreicht werden wird. Dann müsste der Damm im Kibbutz Degania geöffnet werden (so wie 1969 und 1992). 

Der Sprecher der israelischen Wasserbehörde, Uri Schor, bezweifelte dieses Szenario am Sonntag und sagte, dass der Damm dieses Jahr ohne eine unerwartete Entwicklung nicht geöffnet werden würde.

“Wir sind im April, einem Monat ohne ernsthaften Regen. Nur ein Ereignis mit ungewöhnlichem Regen wird uns vielleicht zwingen, den Damm zu öffnen, aber nach unseren Berechnungen sollte das nicht passieren”, sagte er. “Bald wird sich der Zufluss des Flusses verlangsamen und das Wetter wird wärmer und das Wasser wird verdunsten”, fügte er hinzu. “Dies ist eine Chance, dass die Wassermenge, die den See verlässt, bald der hinzugefügten Wassermenge entspricht, was bedeutet, dass der Wasserstand nicht mehr steigt.”

Schor schätzte im Februar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Damm geöffnet wird, 50% beträgt. Jedoch scheint dieses Jahr ein besonderes Jahr zu sein, denn noch 2018 warnte die Wasserbehörde, dass der See Genezareth infolge geringer Niederschläge austrocknen würde. Er näherte sich damals der “schwarzen Linie”, die anzeigt, dass eine Schädigung der Wasserqualität durch Schlick und andere Probleme wahrscheinlich wird.

Über die vergangenen Jahre sagte Schor: “In den letzten Jahren regnete es im Durchschnitt immer weniger, und vor dem letzten Jahr gab es fünf Jahre lang schwere Dürreperioden, hauptsächlich im Norden und im See Genezareth.”

Der übervolle Kinneret erfreut deshalb verständlicherweise die Anwohner. “Ich habe mein ganzes Leben in Tiberias gelebt und kann mich nicht an ein solches Wetter erinnern. Es ist ein Gefühl des Staunens, als ob etwas Magisches passiert”, sagte Shimi Ben-Nissim.

Rabbi Dov Kook ist ein Nachkomme von Israels 1. Oberrabbiner, Rabbi Avraham Yitzhak HaCohen Kook, der bis heute sehr verehrt wird. Er wird folgendermaßen zitiert: “Vor zehn Jahren litt Israel unter einer schrecklichen Dürre. Jemand fragte Rabbi Kook, wann der Kinneret voll sein werde. Rabbi Kook sagte: “Wenn der Messias ankommt, wird der Kinneret voll sein.”

Im Sohar, dem grundlegenden Werk der jüdischen Mystik steht dazu: “Der Messias… wird im Land Galiläa entstehen… der Messias wird sich im Land Galiläa offenbaren, weil in diesem Teil des Heiligen Landes die Verwüstung (babylonisches Exil) zuerst begann, deshalb wird er sich dort zuerst manifestieren” (Zohar III, Shemoth 7b, 8b, 220a; Otzar Midrashim, 466).

Vor zwei Jahren berichtete Rabbi Kook, dass ihm in einer Vision der Rabbi Shimon Bar Yochai aus dem 2. Jahrhundert erschienen sei und gesagt hätte, dass die Regenfälle, die den Kinneret füllen werden, ein sicheres Zeichen dafür sind, dass die Ankunft des Messias unmittelbar bevorsteht. Rabbi Isaac Luria beschreibt dies auch in den Aufzeichnungen seiner Schüler. Im ‘Pri Chaim’ (Frucht des Lebens) wird gelehrt, dass גשם (Regen) eine Abkürzung für ‘גאלה שלמה מהרה’ (‘vollständige Erlösung schnell’) ist.

Rabbi Yekutiel Fish erklärte diesen Abschnitt des ‘Pri Chaim’ und sagte, dass Regen in Israel nicht einfach ein Ergebnis festgelegter natürlicher Prozesse sei. Regen in Israel ist in seinen Augen ein Aspekt der Barmherzigkeit Gottes und geht als solcher notwendigerweise dem Messias voraus. Auch die Bibel sieht Regen als Gottes Barmherzigkeit und Wohlwollen:

“Und es wird geschehen, wenn ihr genau auf meine Gebote hört, die ich euch heute gebiete, Adonai, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, dann gebe ich den Regen eures Landes zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen, damit du dein Getreide und deinen Most und dein Öl einsammelst” (Debarim 11,13.14).

Auch Rabbi Kook sagte letztes Jahr zu den starken Regenfällen: “Regen ist die Verbindung von Himmel und Erde, und diese Regengüsse deuten darauf hin, dass der Messias bald eintreffen wird. Der Himmel ist Gottes Domäne und die Erde ist Israel. Dieser Regen ist eindeutig der Regen der Erlösung.”

 

UPDATE: Der Wasserspiegel ist auf 16 Zentimeter unterhalb der oberen rote Linie gestiegen. Es wurde entschieden einen Kanal, nicht den Damm, zu öffnen, um ein Überfließen des Sees zu verhindern.

 

Kommentar: Manche Rabbis haben erstaunliche Prophezeiungen, die sich in der Erfüllung der biblischen Prophezeiung nahtlos einreihen. Dass der Messias sehr bald (wieder)kommt, ist an den Ereignissen der letzten wenigen Jahre mehr als offensichtlich. Ich erwarte ihn allerdings nicht in den nächsten wenigen Tagen.

 

Quellen: timesofisrael.com und breakingisraelnews.com

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